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Dauerhafte, ausstellungsunabhängige Kunst-Workshops

Grenzgänger

Eine künstlerische Expedition ins Niemandsland. Im August 2011 jährte sich der Beginn des Mauerbaus zum fünfzigsten Mal. Mehr als 28 Jahre lang trennte die Mauer Ost- und West-Berlin und machte die einstige Kulturmetropole Europas zu einer Grenzstadt inmitten der Fronten des Kalten Krieges. Das Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages liegt im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus am Ostufer der Spree – und damit direkt auf dem einstigen Mauerstreifen. Dieses so genannte Niemandsland zwischen Mauer und Staatsgrenze ist bis heute sichtbar, denn im Untergeschoss durchzieht ein Band aus Mauersegmenten das gesamte Gebäude. Der spreeseitige Teil wurde vom Architekten Stephan Braunfels als Mauer-Mahnmal, und damit als Ort des Gedenkens und der Erinnerung, gestaltet. Die Mauersegmente waren vom Aktionskünstler Ben Wagin gesichert und mit Zahlen von Toten nicht nur in Berlin, sondern im gesamten Grenzregime gestaltet worden – heute erinnert ein Mauertotengedenkbuch an die inzwischen besser erforschten Schicksale der Mauertoten im Berliner Stadtgebiet. Aber ist die Mauer nur Geschichte? Auch heute werden Menschen aus- oder eingeschlossen, werden neue Grenzen gezogen und verteidigt. Was bedeutet das – gerade im historischen Vergleich? Wo verlaufen Grenzlinien heute und wie kann man sie erkennen? Wer bleibt „draußen“, und wer darf „mitmachen“? Wie werden Grenzübergänge gestaltet? Im Workshop „Grenzgänger“ begeben wir uns ins Niemandsland: Wir beobachten die Wirkung von Grenzen in unserem Lebensumfeld, experimentieren mit Grenzverschiebungen und laden ein zur kreativen Grenzüberschreitung. Im künstlerischen Dazwischen liegt der Raum für neue Möglichkeiten!

Workshop für Schülergruppen und Schulklassen im Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages für verschiedene Altersgruppen.

Dauer: ca. 2,5 Stunden

VerOrtungen – Zur Kunst am Bau im Deutschen Bundestag

Schaut man sich im Berliner Parlamentsviertel um, so trifft man allerorten auf Kunst: In Foyers und Innenhöfen, an Fassaden und in Treppenhäusern, in Büros und Sitzungssälen – mehr als einhundert Kunst-am-Bau-Projekte wurden seit 1999 im Zuge der Neu und Umbauten des Bundestags realisiert, geschaffen von so bekannten Künstlern wie Gerhard Richter, Neo Rauch und Günther Uecker, Georg Baselitz, Jenny Holzer, Christian Boltanski und Anselm Kiefer. Aber was genau ist das eigentlich: Kunst am Bau? Von welchen Motivationen und Ideen ist das Kunst-am-Bau-Konzept im Deutschen Bundestag geleitet? Welche Strategien, Materialien, Interventionen werden von den Künstlerinnen und Künstlern genutzt, und wie werden sie wahrgenommen? Im Dialog mit ausgewählten Kunstwerken in den Parlamentsgebäuden, mit Modellen, Plänen und Wettbewerbsentwürfen, gibt der Workshop Einblick in die Prozesse und Herausforderungen von Kunst am Bau. Als Resonanz auf die Architekturen und Atmosphären, auf den historischen Ort und den politischen Alltag im Bundestag sind die Teilnehmenden eingeladen, im Atelier eigene Entwurfsskizzen für besondere Raumsituationen zu entwickeln: künstlerische VerORTungen im Bezugsfeld Politik.

Workshop für Schülergruppen ab der sechsten Klasse

Dauer: ca. 3 Stunden

Termine wochentags nach Vereinbarung

Kontakt und Anmeldung: kunst-raum@bundestag.de

Mehr Informationen: +49 (0)30 227 35399 oder +49 (0)30 227 33888