Wie lassen sich knappe natürliche Ressourcen so verwalten und bewirtschaften, dass ihre Nutzung durch eine große Anzahl von Menschen nicht automatisch zur Übernutzung führt – dass diese Güter, die im Grunde der Allgemeinheit „gehören“ (etwa saubere Luft oder sauberes Wasser), für ...
Manchmal sind es Theorien, die den Fortschritt im Denken blockieren. Eine der vielen Barrieren in einer erstaunlichen akademischen Karriere erlebte Elinor Ostrom schon als Doktorandin. Als die motivierte junge Frau 1960 ein erstes Stipendium erhalten hatte, monierten Mitglieder im Finanzkomitee ...
Muss ein einführender Artikel zur Gemeingüterdebatte tatsächlich die alte These der „Tragik der Allmende“ wieder aufkochen? Eine Geschichte also, die wenig realitätstauglich ist und die wir daher erneut kritisieren müssen . Wäre es nicht zielführender, sofort darzulegen, was es mit den ...
Die Diskussion um Gemeingüter ist in zweifacher Hinsicht neu entbrannt: Zum einen wird diskutiert, was heute noch privates oder staatliches Eigentum sein darf (etwa der Garten, auf den aber eine Windparktrasse muss, oder „seltene Erden“ und ob zum Beispiel China diese teilen muss), zum ...
Eine Allmende 1 bewirtschaften heißt, aus einer knappen Ressource dauerhaft Ertrag zu ziehen, indem man sie durch Schonung und Reinvestition vor Übernutzung bewahrt. Die Nutzerinnen und Nutzer der Allmende vereinbaren und überwachen die dazu erforderlichen Regeln selbst. Der Staat schafft die ...
Der Begriff der „Allmenderessource“ ( common pool resource ) beschreibt ein natürliches (Fischgrund, Weideland) oder von Menschen geschaffenes Ressourcensystem (Bewässerung), das von einer Mehrheit von Nutzern in Anspruch genommen wird; dabei ist ein Ausschluss von der Nutzung bzw. deren ...
Die natürliche Umwelt zählt zu den „öffentlichen Gütern“, das heißt, grundsätzlich ist sie für jedermann zugänglich, niemand ist von der Nutzung dieses Gutes auszuschließen. Allerdings besteht durchaus Konkurrenz in der Nutzung: Gewässerverschmutzungen aus der industriellen und ...
Im frühen Mittelalter hatten viele Dörfer ihre Allmende : ein mehr oder weniger großes Stück Land, das von allen Dorfbewohnern gemeinsam als Weideland oder zum Brennholzsammeln genutzt wurde. Eine Allmende bildete gemeinsames Eigentum der Dorfgemeinschaft, die auch die Nutzung regelte. In Form von ...