Themenausgabe
Monika Pilath
BUNDESTAG
Der Schockstarre nach den Anschlägen in Amerika folgen Schulterschluss und Solidarität
Als Vizepräsident Rudolf Seiters (CDU) um kurz nach 11 Uhr die 185. Sitzung des Bundestages eröffnet, rechnen die Abgeordneten mit einem Tag der Zahlen und des Schlagabtausches. Es ist Haushaltswoche in Berlin, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) will dem Hohen Haus begründen, warum er im
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Thomas Nehls
NEW YORK
Ein deutscher Journalist macht sich auf den Weg zur Arbeit - und landet in einem Berichtsmarathon über die Attacken vom 11. September
Es begann kurz vor 15 Uhr deutscher Zeit am 11. September 2001. Meine Frau hatte mich am amerikanischen Morgen gegen 8.50 Uhr auf den Balkon unserer Wohnung in Manhattan gerufen. Von der 35. Etage aus hatte sie an jenem herbstlichen Sonnentag bei freiem Blick in Richtung Süden den Nordturm des
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Johannes Krija
Übersicht ausgewählter Terroranschläge mit islamistischem Hintergrund seit 1993: 26. Februar 1993 Bei einem Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York sterben sechs Menschen, mehr als 1.000 werden verletzt. Der Anschlag wird mit der terroristisch-islamistischen Organisation Al-Qaida in
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Aschot Manutscharjan
AL-QAIDA
Die islamische Welt hat sich dem »Heiligen Krieg« verweigert. Ein Glaubenskampf ist entstanden
Osama bin Laden wurde am 2. Mai 2011 getötet. In einer ersten Reaktion betonte US-Präsident Barack Obama: "Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan." Er hatte den Befehl gegeben, den Massenmörder zu liquidieren und der Hydra so einen Kopf abzuschlagen. Es gebe keinen Zweifel, dass Al-Qaida weitere
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Susanne Kailitz
TERRORISMUS
Ein Vergleich zwischen Al-Qaida und RAF lohnt sich: Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch etliche Unterschiede
In der Gefühlswelt der Menschen ist die Sachlage relativ eindeutig: Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Sommer 2007 hielten fast drei Viertel der Deutschen den islamistischen Terror für gefährlicher als den der Roten Armee Fraktion (RAF) in den 1970er-Jahren. Immer dann, wenn
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Susanne Kailitz
Die Flugzeugentführer 19 Männer waren an der Entführung der Flugzeuge beteiligt. Vier von ihnen gelten als Haupttäter, die die Maschinen gesteuert haben sollen: Der Ägypter Mohammed Atta gilt als Entführer und Pilot des American Airline Flugs 11 und steuerte das Flugzeug in den Nordturm des World
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Rolf Clement
DEUTSCHLAND
Islamistische Attentäter sind oft völlig integrierte junge Männer. Am unberechenbarsten sind Einzeltäter
Als am 2. März 2011 ein in Deutschland lebender Kosovo-Albaner zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen ermordete und zwei weitere verletzte, nahm die deutsche Öffentlichkeit dies erst mit einigen Tagen Verspätung und ohne großes Echo als Anschlag eines islamistischen Terroristen gegen US-Soldaten
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Andreas Förster
AUSSTEIGER
Yannick Nasir hat sich als bislang einziger deutscher Gotteskrieger von der Islamistenszene gelöst
Als die Frage kommt, was er sich von der Zukunft erhofft, schweigt Yannick Nasir lange. "Mein Traum für die Zukunft ist", sagt er schließlich zögernd, "dass ich ein ruhiges und sicheres Leben habe. Dass ich einfach in Sicherheit leben kann, ohne mir ständig irgendwelche Gedanken machen zu müssen."
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Holger Schmidt
INTERNET
Islamistische Propaganda nutzt modernste Mittel
"Kommt zum Dschihad! Das ist der Weg zum Paradies!" Dieser schlichte Slogan aus einem deutschsprachigen Propaganda-Video steht stellvertretend für eine Entwicklung, die in den ersten Jahren nach dem 11. September 2001 undenkbar schien. Doch längst ist der "virtuelle Dschihad" auf den Computern
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Heribert Prantl
INNERE SICHERHEIT I
Demokratien dürfen ihre Prinzipien trotz Terrorgefahren nicht preisgeben - eine Brandrede
Der Guerillakämpfer besetzt das Land, der Terrorist besetzt das Denken. Der Terrorist okkupiert nämlich die Schaltzentralen der Legislative und der Exekutive, er verseucht den Geist der Gesetze und verdirbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Die islamistischen Terroristen haben mit ihren Attentaten
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Christoph vom Marschall
USA
Die Bürger haben gelernt, mit der Bedrohung umzugehen. Ein Land zwischen erhöhten Sicherheitsstandards, Populismus und Freiheit
Die USA sind heute ein anderes Land als vor dem Schicksalstag 2001. Die Bürger leben im Gefühl, der nächste Anschlag komme bestimmt; es sei nur eine Frage der Zeit. Aber sie haben gelernt, mit der Bedrohung umzugehen. Wer Regierungsgebäude oder Museen in Washington betreten will, muss Taschen und
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Peter Carstens
INNERE SICHERHEIT II
Nach 9/11 hat der deutsche Rechtsstaat seine Prüfung bestanden - eine Würdigung besonnener Politik
Der 11. September 2001 hat auch Deutschland hart getroffen. Denn es stellte sich heraus, dass mehrere der Terrorflieger lange in der Bundesrepublik gelebt hatten, darunter der Kopf der Bande, Mohammed Atta. Die "Hamburger Zelle" war eine wichtige Zwischenetappe auf dem Weg zu den Anschlägen. Das
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Bernard Bode
BUNDESTAG
Neues Besucher- und Informationszentrum geplant
Droht tatsächlich ein Anschlag islamistischer Terroristen? Das fragten sich viele Menschen im Spätherbst vergangenen Jahres nach der Warnung von Thomas de Maizière (CDU), dem damaligen Innenminister. Plötzlich war sie wieder ganz aktuell: die Angst vor einem terroristischen Anschlag. Es herrschte
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Susanne Kailitz
Nach dem 11. September 2001 wurden in Deutschland zahlreiche Gesetze verabschiedet, die auf den Terroranschlag zurückgingen. Eine Übersicht. Sicherheitspaket I Nach dem 11. September reagierten Bundesregierung und Parlament schnell: Am 9. November 2001 wurde das Religionsprivileg aus dem
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Marwan Abou Taam
INTEGRATION
Eine populistische Islam-Debatte verstellt den Blick auf die Defizite
Die andauernde Debatte um muslimische Migranten beschäftigt sich kaum mit Inhalten. Sie ist vielmehr Projektionsfläche eines zutiefst ideologisierten Grabenkampfes und zelebriert das Unvermögen der politischen Elite, echte Konzepte und Visionen der Teilhabe und Beteiligung zu entwickeln. Es geht
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Götz Hausding
BUNDESTAG "Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt." Das sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), bei der Übergabe des achten Berichts über die Lage der Ausländer in Deutschland im vergangenen Jahr. Doch die nicht verstummende Diskussion um das Buch von
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Michael Frieser (CDU/CSU) Meine Aufgabe als Integrationsbeauftragter der Unionsfraktion sehe ich vor allem in zwei Punkten: Zum einen müssen wir unsere Integrationsbemühungen stärker an ihrer Praxistauglichkeit messen. Zum anderen möchte ich werben, dass gerade wir in der Union noch stärker auf die
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RÜDIGER VEIT (SPD) Wir möchten, dass alle Menschen gleiche Chancen auf Teilhabe an der Gesellschaft haben. Wo dies verwirklicht wird, ist Integration gelungen. Dabei halten wir uns an folgende Grundsätze: Erstens bedeutet Integration Zugehörigkeit. Migrantinnen und Migranten sollen sich ebenso wie
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Serkan Tören (FDP) Politische Debatten und Programme zum Thema richten sich oftmals an zwei Polen aus. Häufig wird "der Migrant" als potenzielle Belastung für unsere sozialen Sicherungssysteme oder gar als Gefahr für die innere Sicherheit dargestellt. Andere sehen Migranten als Förderobjekt, das
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Sevim Dagdelen (Die Linke) Die Wissenschaft ist sich weitgehend einig: Die Probleme der Mehrheit der Migrantinnen und Mi-granten haben soziale Ursachen und liegen nicht an deren Herkunft, Religionszugehörigkeit, Sprache oder Hautfarbe. So sieht es auch Die Linke: Integration ist eine soziale Frage.
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MEMET KILIC (Bündnis 90/Die Grünen) Die Integrationsdebatte findet dauerhaft statt. Dafür brauchen wir keine Populisten wie Herrn Sarrazin. Diesen Personen sollte klar sein, dass es seit dem Zweiten Weltkrieg gesellschaftlicher Konsens ist, dass physiognomische und ethnische Merkmale nicht zu
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Tatjana Heid
BERLIN
Vorurteile und Angst führten zu wütenden Protesten beim Bau einer Moschee. Heute hat man sich aneinander gewöhnt
Könnte die Khadija-Moschee doch reden. Vielleicht würde sie dann von den Protestplakaten berichten, die ihretwegen hochgehalten wurden. Von der Wut, die ihr begegnet ist. Und davon, wie sie einen Ortsteil zerrissen hat. In die Versöhnlichen und die Wütenden. In Muslime und Christen. In
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Andreas Zick
GESELLSCHAFT
Terroranschläge haben Auswirkungen auf den Umgang mit Muslimen. Zwar sind sie nicht Ursache von Islamfeindlichkeit, doch nähren sie den Argwohn
Die 9/11 -Anschläge haben Auswirkungen gehabt, die weit in die Zukunft reichen. Sie haben nicht nur Leben zerstört, sondern auch große Teile der Bevölkerung in einen Zustand von Bedrohung versetzt, der die Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Gruppen beschädigt. Das Verhältnis zwischen Muslimen
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Streitgespräch mit Wolfgang Bosbach und Gregor Gysi
WOLFGANG BOSBACH UND GREGOR GYSI
Der Vorsitzende des Innenausschusses und der Chef der Linksfraktion über die Tücken der Inneren Sicherheit, Afghanistan und Nummernschilder
Nach den Anschlägen von Norwegen: Droht auch in Deutschland verstärkt Gefahr von Seiten radikaler Islamhasser? Bosbach: Unsere Sicherheitsbehörden haben nach den fürchterlichen Anschlägen sofort überprüft, ob es Verbindungen oder Kontakte des Täters mit Deutschlandbezug gab. Bislang gibt es hierüber
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Alexander Weinlein
AFGHANISTAN
Immer mehr Parlamentarier drängen auf ein Ende des Bundeswehr-Einsatzes
Das potenzielle Einsatzgebiet ist gewaltig: Es umfasst neben den Nato-Mitgliedsländern die gesamte arabische Halbinsel, Mittel- und Zentral- asien, Nord-Ost-Afrika und die angrenzenden Seegebiete. In diesem Raum sollen bis zu 3.900 deutsche Soldaten operieren können im Kampf gegen den islamistischen
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Alexander Weinlein
BUNDESWEHR
52 deutsche Soldaten sind seit 2002 in Afghanistan ums Leben gekommen
Es ist kein Attentat wie jedes andere: Am 18. Februar 2011 eröffnet ein Afghane in einem Außenposten der Bundeswehr in der Provinz Baglan das Feuer und erschießt drei deutsche Soldaten. Es sind nicht die ersten Toten, die die deutschen Streitkräfte seit Beginn ihres Engagements in Afghanistan zu
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Fünf Fragen an Tom Koenigs
Abzug aus Afghanistan bis 2014 - ist das realistisch? In drei Ländern ist der Abzug aus innenpolitischen Gründen eine Notwendigkeit: in den USA, in Afghanistan und in Deutschland. Und deswegen ist ein Abzug in 2014 realistisch. Wird die afghanische Regierung bis 2014 die Sicherheitsverantwortung für
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Thomas Wiegold
ISAF
Harmloser Zivilist oder mörderischer Feind? Von der richtigen Einschätzung hängt das Überleben deutscher Soldaten ab
Ob Mohammed Naim ein wichtiger Taliban-Kämpfer ist oder nur ein Mitläufer, dürfte die Öffentlichkeit so schnell nicht erfahren. Am 6. März stellten ihn Bundeswehrsoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) wenige Kilometer westlich der nordafghanischen Stadt Kundus, afghanische Polizisten nahmen ihn
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Christoph Birnbaum
BÜNDNIS
Wie aus Deutschlands uneingeschränkter Solidarität mit den USA ein Nein zum Irak-Krieg wurde, das transatlantische Verhältnis sich abkühlte und ein Bundestagswahlkampf in Vorderasien entschieden wurde
Noch am Tag der Terroranschläge in New York und Washington sicherte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA die "uneingeschränkte Solidarität" Deutschlands zu; drei Tage später versammelten sich 200.000 Menschen in Berlin am Brandenburger Tor zur Solidaritätskundgebung, zu der alle im
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Jan Kuhlmann
ÄGYPTEN
Noch ist der Traum von Demokratie nicht ausgeträumt. Setzt sie sich durch, werden sich andere arabische Staaten diesem Sog nicht entziehen können
Als die Ägypter am 11. Februar dieses Jahres den Diktator Husni Mubarak nach 30 Jahren an der Macht aus dem Präsidentenpalast verjagten, schien am Nil der Weg Richtung Demokratie frei zu sein. Und mehr noch: Als Regionalmacht im Nahen Osten sollte Ägypten nach Tunesien ein weiterer Dominostein sein,
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Aschot Manutscharjan
Ulrich Schäfer, Wirtschaftsjournalist und Ressortleiter bei der "Süddeutschen Zeitung", glaubt, zehn Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers die wahren Motive und Ziele des islamistischen Terrorismus zu enthüllen: Die "Gotteskrieger" wollen unter dem Deckmantel ihrer religiösen Rhetorik den
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Aschot Manutscharjan
Der Journalist Michael Jürgs hat ein informatives und empfehlenswertes Sachbuch über das Bundeskriminalamt (BKA), seine Geschichte, seine Struktur und seine Ermittler vorgelegt. Besonders spannend sind jedoch weniger jene Kapitel, in denen er über den aktuellen Stand der Kriminalistik, den Kampf
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Stephan Löwenstein
GUANTANAMO
Die deutschen Reaktionen auf das US-Camp schwankten zwischen Empörung und Zurückhaltung. Dass Obama das Lager nicht zügig
schließen kann, sorgt für Ratlosigkeit
Will man ermessen, was Guantanamo heute in Deutschland bedeutet, annähernd zehn Jahre nachdem der erste mutmaßliche islamistische Terrorist von den US-Streitkräften dort inhaftiert wurde, so ist ein Blick auf die künstlerische Rezeption womöglich ergiebiger als das Studium von Bundestagsdrucksachen.
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Karl-Otto Sattler
DER FALL KURNAZ
Das Schicksal des Bremer Türken und Guantanamo-Häftlings beschäftigte zwei Untersuchungsausschüsse des Bundestages. Nicht alle Vorwürfe konnten geklärt werden
Max Stadler, als FDP-Abgeordneter bis 2009 in der Opposition, blickt zurück: "Der Bundestag hat im Fall Murat Kurnaz erfolgreiche Aufklärungsarbeit geleistet." So sieht es auch Michael Hartmann (SPD), damals als ein Vertreter der Großen Koalition Gegenspieler Stadlers: "Wir sind im
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Christian Tomaschut
VÖLKERRECHT
Debatte um Ermordung von Osama bin Laden
Die Nachricht vom Tode Osama bin Ladens, der von einer US-amerikanischen Spezialeinheit im Mai dieses Jahres in der pakistanischen Stadt Abbottabad erschossen wurde, beherrschte über Tage hinweg die öffentliche Diskussion. In die allgemeine Erleichterung mischte sich bald die Frage, ob die
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