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"Happy Birthday, Kiko!" – das riefen am Freitag, 7. Juni 2013, ganz laut Hunderte Kinderkehlen im Spreebogenpark in Berlin. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages (Kiko) feierte ihren Geburtstag. Ein Grund für Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und die Abgeordneten der Kommission gemeinsam mit über 400 Kindern zu feiern.

Die Sache hatte nur einen Haken: Zur selben Zeit fand einige hundert Meter weiter im Plenarsaal im Reichstagsgebäude die 244. Sitzung des 17. Deutschen Bundestages statt. Eigentlich hätten zu dieser die Abgeordneten und der Präsident anwesend sein sollen. Doch Norbert Lammert hatte "kein schlechtes Gewissen", dass er stattdessen beim großen Kinderfest der Kiko war. Schließlich habe die Arbeit der Kinderkommission im Deutschen Bundestag eine besondere Bedeutung.

"Kinder haben eine Stimme"

Unter dem Motto "Kinder haben eine Stimme" stellte sich die Kinderkommission den kleinen Besuchern vor und lud zu einem bunten Programm ein. "Kinder haben eine Stimme. Aber oft ist diese noch nicht laut. Es leben auch hier in Berlin Kinder unter schlechten Bedingungen", sagte die Vorsitzende der Kinderkommission, Beate Walter-Rosenheimer (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Kinderkommission, die speziell die Interessen der Kinder vertritt, versucht mit Anhörungen von Sachverständigen, aber auch Vor-Ort-Terminen den Spagat zwischen Wissenschaft und Praxis zu meistern. Dabei treffen die Mitglieder der Kiko ihre Entscheidungen stets fraktionsübergreifend – und das seit 25 Jahren. "Die Kinderkommission ist ein Mahner für die Sichtweise der Kinder", stellte Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, klar.

An verschiedenen Stationen bekamen die Kinder auch zum Fest Aufklärung geboten. So konnten die Kleinen im Kinderrechte-Parcours nachempfinden, wie sehbehinderte Menschen durch den Alltag gehen müssen. Und die Schüler schleppten vor dem Deutschen Bundestag Wasser-Eimer wie Kinder in Afrika.

"Politik zum Anfassen"

"Man lernt hier richtig viel", sagte die kleine Sara auf ihrem Parcours durch die Kinderrechte, bei dem auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kamen. "Ich finde, wir haben hier eine sehr entspannte Atmosphäre", freute sich die Kiko-Vorsitzende Rosenheimer. "Nicht die steife, seltsame Seite der Politik, sondern wir zeigen den Kindern, dass Politik auch anfassbar ist und Spaß machen kann."

Unterdessen gaben auf der Bühne erst die Kinderband Suli Puschban und dann der Singer-Songwriter Okan Frei den Ton an. Später präsentierte die Band Razzz ein Beatbox-Musical. Den Kinder gefiel es. Sie hatten ihren Spaß. "Das ist richtig cool hier", lacht Saraphina. Von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages hatte sie zuvor noch nichts gehört. Das hat sich hoffentlich am Freitagnachmittag geändert. (ldi/07.06.2013)