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Workshop und Seminar beim Programm für arabische Stipendiaten

25 junge Leute aus Ägypten, Algerien, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Marokko, Oman, den Palästinensischen Gebieten, Syrien und Tunesien sind zu Gast im Deutschen Bundestag. Bildinformationen öffnen
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25 junge Leute aus Ägypten, Algerien, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Marokko, Oman, den Palästinensischen Gebieten, Syrien und Tunesien sind zu Gast im Deutschen Bundestag.

© DBT/Anke Jacob

Ganz im Zeichen der anstehenden Bundestagswahl steht dasierwöchige Programm des „Internationalen Parlamentsstipendiums Arabische Staaten“ (IPS), das am 1. September 2017 begonnen hat. 25 junge Leute im Alter von 21 bis 34 Jahren aus Ägypten, Algerien, dem Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Marokko, dem Oman, den Palästinensischen Gebieten, Syrien und Tunesien lernen Neues über den deutschen Parlamentarismus – im Deutschen Bundestag. Das Sonderprogramm – „kleiner Bruder“ des IPS-Regelprogramms – findet damit zum sechsten Mal statt. Aufgelegt wurde es erstmals im Jahr 2012 als Reaktion auf den Arabischen Frühling.

Politisch und zivilgesellschaftlich engagierte Stipendiaten

Wie ihre Vorgänger so zeichnet auch die Teilnehmer im Jahr 2017 politisches Interesse und zivilgesellschaftliches Engagement aus. Sie sprechen gut Deutsch und stehen vielfach schon im Berufsleben. Das gilt unter anderem für den Arzt aus Jordanien ebenso wie für den Botschaftsmitarbeiter aus dem Libanon und die Journalistin aus Ägypten. Andere studieren noch – Architektur, Publizistik oder Politikwissenschaften.

Das politische und zivilgesellschaftliche Engagement der Stipendiaten reicht von der Unterstützung Obdachloser über den Kampf für Meinungsfreiheit bis zum Umweltschutz. Mehrere von ihnen sind auch Mitglied politischer Parteien in ihren Heimatländern.

Praktikum in den Wahlkreisen

Geschuldet dem derzeitigen Wahlkampf werden die Teilnehmer des Programms ihr einwöchiges Praktikum nicht in den Büros ihrer „Patenabgeordneten“ absolvieren, sondern in deren Wahlkreisen den Wahlkampf in der Woche vom 11. bis 17. September hautnah miterleben. Ein Novum, dass eine spannende Erfahrung für die jungen Leute sein wird.

Aber auch abseits der Wahlkreiswoche hat die Bundestagsverwaltung ein interessantes Programm für die Stipendiaten gestrickt. Dazu zählen unter anderem Vorträge zur Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland, Informationsveranstaltungen zum Politischen System in Deutschland und der Arbeitsweise des Bundestages. Die Programmteilnehmer werden zudem am 6. September mit Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert zusammentreffen. In der Woche nach dem 24. September werden das Wahlergebnis und dessen Auswirkung auf die künftige Arbeit des Bundestages ausgiebig analysiert.

Seminare und Workshops

Programmpunkte gibt es auch außerhalb der Bundestagsgebäude. So findet am 21., 22. und 23. September das Seminar „Plurale Gesellschaft: Religionsfreiheit, Minderheiten und die Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland“ statt. Zum Thema Erinnerungskultur werden die Stipendiaten mit Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, diskutieren und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besichtigen.

Am Tag der Stiftungen, dem 19. September, findet Workshops mit Vertretern der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Hanns-Seidel-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. (hau/18.09.2017)