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Göring-Eckardt: Werden alles dafür tun, das Klima zu schützen

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Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

© DBT/Melde

Die Durchsetzung der „Ehe für alle“ ist aus Sicht der geschäftsführenden Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, der größte Erfolg ihrer Fraktion im Jahr 2017. Für das kommende Jahr kündigt sie im Interview an, alles dafür zu tun, „das Klima zu schützen“. Ohne Grüne in der Regierung, so Göring-Eckardt, sei es aber „fast unmöglich“, die Klimaziele von Paris einzuhalten. Ein wichtiges Thema wird nach Aussage der Fraktionsvorsitzenden auch im kommenden Jahr die „internationale Flüchtlingskrise und die Auswirkungen auch hierzulande“ sein. „Ich werde mich persönlich verstärkt einbringen, die komplexen Zusammenhänge des Themas Flucht zu beschreiben, Lösungswege aufzuzeigen und Maßnahmen anzupacken“, kündigt Göring-Eckardt an. Das Interview im Wortlaut:


Frau Göring-Eckardt, was war aus Ihrer Sicht der wichtigste Erfolg der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Jahr 2017?

Dass wir in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause in einer historischen Plenarsitzung endlich die Ehe für alle durchgesetzt haben. Das war nicht nur ein grüner Erfolg, aber ein Ziel, für das wir Grüne uns schon seit Ewigkeiten eingesetzt und am Schluss erfolgreich gekämpft haben.

Was halten Sie für die größte Herausforderung im kommenden Jahr? Welche thematischen Schwerpunkte will Ihre Fraktion 2018 setzen?

Deutschland droht die Klimaziele von Paris zu verfehlen, sowohl die kurzfristigen für 2020 als auch die mittel- und langfristigen. Dafür braucht es tiefgreifende Reformen bei der Energiegewinnung beziehungsweise die Abschaltung der dreckigsten Kohlekraftwerke. Mit Grünen in der Regierung wäre das gelungen. Ohne Grüne in der Regierung wird es fast unmöglich, Paris einzuhalten. Dennoch werden wir alles dafür tun, das Klima zu schützen.

Welche Ziele werden Sie als Fraktionsvorsitzende verstärkt verfolgen? Gibt es ein Thema, für das Sie sich persönlich besonders einsetzen wollen?

Das Megathema der vergangenen Legislatur war die internationale Flüchtlingskrise und die Auswirkungen auch hierzulande. Deutschland hat dies viel zu spät kommen sehen, zu spät entsprechende Vorkehrungen getroffen, damit „wir das schaffen“ und tut international viel zu wenig, Fluchtursachen an der Wurzel zu bekämpfen. Ich werde mich neben der Arbeit als Fraktionsvorsitzende persönlich verstärkt einbringen, die komplexen Zusammenhänge des Themas Flucht zu beschreiben, Lösungswege aufzuzeigen und Maßnahmen anzupacken.

(hau/27.12.2017)

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