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Parlament

 

Zweiter Mann im Staat: Prof. Dr. Norbert Lammert

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Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert

© DBT/Unger

Prof. Dr. Norbert Lammert ist seit Oktober 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. Am 22. Oktober 2013 wählten ihn die Abgeordneten erneut an die Spitze des Parlaments. Protokollarisch ist er der zweite Mann im Staat. Als Bundestagspräsident wacht er über die Einhaltung parlamentarischer Regeln und repräsentiert das Parlament in der Öffentlichkeit. Er ist außerdem Dienstherr der Bundestagsverwaltung mit zweieinhalbtausend Mitarbeitern und der Polizei beim Bundestag.

Politische Karriere

Norbert Lammert wurde 1948 geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er in Bochum und in Oxford Politikwissenschaft, Soziologie, Neuere Geschichte und Sozialökonomie.

1966 trat er der CDU bei. 1975 promovierte er im Fachbereich Sozialwissenschaften. Nach einer politischen Karriere auf kommunaler und regionaler Ebene wurde er 1980 in den Bundestag gewählt. Von 1983 bis 1989 war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. In den neunziger Jahren war er als parlamentarischer Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien tätig.

Außerhalb des Parteienstreits

Über sein Amt als Bundestagspräsident sagt er: "Dieses Amt ist eigentlich mit fast keinem anderen politischen Amt vergleichbar, weil es erkennbar nicht jenseits der aktiven Politik angesiedelt ist, sondern mitten in der konkreten operativen Politik und gleichzeitig – definiert durch seine Geschäftsordnung – außerhalb des Parteienstreits steht. Dieser gelegentlich kunstvolle Spagat ist gewissermaßen der dauernde Intelligenztest, der jedem amtierenden Präsidenten abverlangt wird."

Keine Nebensache: Kulturpolitik

Bei den Debatten im Bundestag sorgt Norbert Lammert dafür, dass es auf angemessene Weise kontrovers zugeht. "Meiner Meinung nach verträgt der Bundestag durchaus eine Verbindung von Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit", sagt er. Sein großes Interesse gilt der Kulturpolitik.

Für ihn gehört Kunst nicht zu den schönsten Nebensachen der Welt, sondern ist eine der Hauptsachen, denn "was von dieser Generation einmal im Gedächtnis dieses Landes bleiben wird, das sind nicht die Steuergesetze, die wir verabschiedet haben, nicht die Autobahnkilometer, die wir gebaut haben, auch nicht die Sozialansprüche, die wir angehoben oder gesenkt haben, sondern die Zeugnisse an Kunst und Kultur, die an nachfolgende Generationen übergeben werden", so Lammert.