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Parlament

 

Für Demokratie und Bürgerrechte: Petra Pau

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Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau

© DBT/Neumann

Seit dem 7. April 2006 ist Petra Pau (Die Linke) Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Am 22. Oktober 2013 wurde sie vom Bundestag erneut in dieses Amt gewählt. Pau gehört dem Bundestag seit 1998 an. 2006 wurde sie von ihrer Fraktion als zweite Kandidatin für die Wahl zur Vizepräsidentin nominiert und vom Bundestag im ersten Wahlgang gewählt, nachdem der ursprüngliche Kandidat Prof. Dr. Lothar Bisky zuvor in vier Wahlgängen nicht die notwendige Stimmenzahl erreicht hatte.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Petra Pau wurde am 9. August 1963 in Berlin geboren. Nach der Polytechnischen Oberschule war sie Pionierleiterin und schloss ein Studium als Lehrerin für Deutsch und Kunsterziehung ab. 1983 trat sie der SED bei, aus der 1990 die PDS und später die Linkspartei PDS hervorging. Bis 1985 arbeitete sie als Lehrerin und Pionierleiterin. Danach studierte Pau an der SED-Parteihochschule, die sie 1988 als Diplomgesellschaftswissenschaftlerin verließ.

Für die PDS war sie von 1995 bis 1998 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. 1998 erlangte sie im Wahlkreis Berlin-Mitte/Prenzlauer Berg ein Direktmandat und zog in den Bundestag ein. Pau war von 2000 bis 2002 stellvertretende Vorsitzende der PDS-Fraktion. In der Wahlperiode von 2002 bis 2005, in der die PDS an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, zog sie fraktionslos als Direktkandidatin in den Bundestag ein. Seit Oktober 2005 ist sie erneut stellvertretende Fraktionsvorsitzende für den Bereich Bürgerrechte und Demokratie.

Auseinandersetzung mit DDR-Vergangenheit

Die Auseinandersetzung mit dem Leben in der DDR ist ein Anliegen der Berlinerin: "Natürlich habe ich eine DDR-Biografie, ich war in Ost-Berlin Lehrerin und Pionierleiterin. Ich wehre mich dagegen, dass man mir abspricht, dass ich gerade aus meiner Vergangenheit die Motivation für meinen heutigen Einsatz für eine demokratische Gesellschaft ziehe und mir unterstellt, das ginge nicht."

In ihrem Amt als Bundestagsvizepräsidentin werde sie sich besonders für Demokratie und Bürgerrechte einsetzen, sagt Pau. Obwohl sie keine unpolitische Vizepräsidentin sein wolle, werde sie sich bemühen, die Sitzungen neutral zu leiten.