+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

23. März 2017 Presse

Lammert zum 23. März: Abgeordnetenhäuser tragen künftig die Namen von Matthias Erzberger und Otto Wels

Zum Jahrestag des nationalsozialistischen Ermächtigungsgesetzes vom 23. März 1933 hat Bundestagspräsident Norbert Lammert die Benennung zweier Bundestags-Liegenschaften mit den Namen des Zentrumspolitikers Matthias Erzberger und des Sozialdemokraten Otto Wels aus der Zeit vor und während der Weimarer Republik bekanntgegeben. In seinen einleitenden Worten zur Plenardebatte unterstrich Lammert, mit der Namensgebung der beiden Abgeordnetenhäuser Unter den Linden 50 und 71 ehre der Deutsche Bundestag die Lebensleistung zweier herausragender Parlamentarier der deutschen Geschichte, die jeweils nahezu zwei Jahrzehnte dem Reichstag angehörten und unter der Bedrohung von Leib und Leben beispielgebend moralische Größe und demokratische Haltung gezeigt hätten.

Der Bundestagspräsident erinnerte daran, dass Matthias Erzberger, der unter anderem ein reichseinheitliches Bahnsystem und als Finanzminister eine in ihren Grundlagen bis heute nachwirkende Steuerreform schuf, im August 1921 Opfer eines Mordanschlages einer nationalistisch-antisemitischen Terrororganisation wurde. Otto Wels, SPD-Vorsitzender seit 1919, habe am 23. März 1933, dem Tag des Ermächtigungsgesetzes, als einziger seine Stimme gegen die Auslieferung der Demokratie an ihre Feinde erhoben und damit ein Signal gesetzt, dass Widerstand möglich und nötig gewesen sei.

Lammert zeigte sich erfreut, dass der Ältestenrat seinem Vorschlag gefolgt sei, Gebäude und Säle des Bundestages nach bedeutenden Parlamentariern zu benennen. Man sei sich einig, möglichst bald auch eine herausragende Frau des deutschen Parlamentarismus zu würdigen.

Hintergrund

Das künftige „Matthias-Erzberger-Haus“ Unter den Linden 71 wurde 1971 als Sitz des damaligen Ministeriums für Volksbildung der DDR errichtet.

Das Gebäude Unter den Linden 50, das künftig den Namen „Otto-Wels-Haus“ tragen wird, wurde 1965 fertiggestellt. Vor der Wiedervereinigung 1990 war dort das Ministerium für Außenhandel der DDR untergebracht.

Weitere Informationen zu den beiden Gebäuden finden Sie unter:
http://www.bmub.bund.de/themen/bauen/bundesbauten/bundeshauptstadt-berlin/parlament-und-regierung/bundestag-bundesrat/abgeordnetenbueros/#c19384

Marginalspalte