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Artikel

Lutz Friedel

14. Oktober 2014 bis 19. April 2015

Die Ausstellung „Möwe auf Sirene. Vom Untergang der Titanic und anderem“  im Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages stellt die Kopfskulpturen Friedels in den Mittelpunkt. In früheren Ausstellungen betitelte er sie als „Walhall der Nichtse“ – und setzte sie damit bewusst in Beziehung und Gegensatz zur Regensburger „Walhalla“. Während dort die bedeutenden Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ post mortem porträtiert und geehrt werden, sind Friedels überlebensgroße Köpfe anonyme Bildnisse, die bildgeschichtlich an die Porträttradition anknüpfen und beim Betrachter ähnliche Erwartungen an Wiedererkennbarkeit und Kodex wecken, diese jedoch an keiner Stelle einlösen.

Unbekannte, „von der Geschichtsschreibung als Nichtse Übergangene“ (L. Friedel), begegnen dem Betrachter. An einem historisch aufgeladenen Ort wie dem Mauer-Mahnmal und in Zusammenhang mit dem Jahrestag des Mauerfalls, aus dessen Anlass die Ausstellung entstand, gewinnt diese Konnotation im namenlos gebliebenen „Volk“ einen eigenen, nicht aber seinen einzigen Bedeutungszusammenhang.

Der Maler Lutz Friedel

Der Maler Lutz Friedel, geboren 1948 in Leipzig, lebte bis zu seiner Ausreise 1984 in der DDR. Er verließ nach dem Studium die lebendige Kunstszene seiner Heimatstadt in Richtung Norden, um festzustellen, dass die Existenz des freien Künstlers auch an der Ostseeküste der DDR eine Illusion war. Ostberlin, die Halbstadt als Hauptstadt des Landes, war sein nächstes Ziel.

Als Meisterschüler Bernhard Heisigs an der Akademie der Künste mit einem Atelier am Pariser Platz arbeitete er nun an jenem Ort Deutschlands, an dem die Teilung am stärksten erfahrbar war.

Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag, Eingang an der Spree, gegenüber dem Reichstagsgebäude

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Schiffbauerdamm
10117 Berlin

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 11 bis 17 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
Tel. 030-227-32027
kunst-raum@bundestag.de
www.mauer-mahnmal.de

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