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Rund 500 in Burschenschaften organisierte Studenten demonstrierten 1817 auf der Wartburg gegen restaurative Politik und für die Errichtung eines deutschen Nationalstaates. Die weithin beachtete Kundgebung gilt als bedeutendste Manifestation der frühen deutschen National und Freiheitsbewegung. Als Reaktion auf sie entwickelte sich der Deutsche Bund unter Führung Österreichs zu einem Instrument der Restauration und der Unterdrückung nationaler, liberaler und demokratischer Bestrebungen mit dem Ziel, die monarchische Legitimität und Ordnung zu bewahren.

Zur Abwehr "revolutionärer Umtriebe" einigten sich führende Politiker des Deutschen Bundes 1819 auf Betreiben des österreichischen Staatsmanns von Metternich in den "Karlsbader Beschlüssen" auf repressive Maßnahmen: Überwachung der Universitäten und Einschränkung der Lehrfreiheit, Pressezensur sowie Einrichtung einer Zentraluntersuchungskommission in Mainz zur Verfolgung oppositioneller Bestrebungen.

Trotz der scharfen Zensur und Repressionsmaßnahmen konnten die zahlreichen oppositionellen Stimmen nicht unterdrückt werden. Ab 1830 entlud sich bei vielen Deutschen zunehmend ihr Überdruss an der monarchischen Ordnung.

Mehr als 30 000 Menschen versammelten sich 1832 unter den Farben der deutschen Nationalbewegung "SchwarzRotGold " zum Hambacher Fest. Die Versammlung auf dem Hambacher Schloss war eine eindrucksvolle Demonstration für nationale Einheit, Freiheit und Bürgerrechte. Auch das 1841 von Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasste "Lied der Deutschen" brachte diese Forderungen zum Ausdruck. Gleichzeitig verschärften sich Massenarmut und soziale Konflikte. Politische Unzufriedenheit und eine schwere Wirtschaftskrise führten zu den revolutionären Erschütterungen von 1848.

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