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116 Stipendiaten aus 35 Ländern im Bundestag

IPS-Stipendiaten aus arabischen Ländern

IPS-Stipendiaten aus arabischen Ländern

© DBT/studio kohlmeier

116 junge Akademikerinnen und Akademiker aus 35 Ländern treffen am Montag, 2. März 2015, in Berlin ein, um am fünfmonatigen Internationalen Parlamentsstipendium (IPS) des Deutschen Bundestages teilzunehmen. In der Zeit bis 31. Juli werden sie die meiste Zeit – vom 1. April bis 30. Juni – in Büros von Bundestagsabgeordneten mitarbeiten. Die Teilnehmer kommen vor allem aus Mittel- und Osteuropa, aber auch aus den USA, Frankreich, Israel sowie aus arabischen Ländern, der Kaukasus-Region und Zentralasien. Wie schon im vergangenen Jahr nehmen erneut Stipendiaten aus arabischen Ländern an dem Programm teil, und zwar aus Tunesien, Algerien, Marokko, Ägypten, aus dem Libanon und aus den Palästinensischen Gebieten. Erstmals vertreten sind Stipendiaten aus Marokko und Algerien sowie aus Griechenland und der Türkei.

"Verständnis für kulturelle Vielfalt vertiefen"

Das IPS gibt es seit 1986. Partner des Programms sind die Humboldt-Universität, die Freie Universität und die Technische Universität (TU) Berlin, an denen die Stipendiaten nebenbei auch Vorlesungen besuchen können. 1986 startete das IPS-Programm mit elf jungen Akademikern aus den USA. Seit 1990 sind Länder Mittel-, Südost- und Osteuropas vertreten, Stipendiaten aus Israel nahmen 2009 erstmals teil. 2012 waren erstmals zwei Stipendiaten aus Montenegro, der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik, mit dabei. In diesem Jahr ist Montenegro allerdings nicht vertreten.

Erweitert hat sich der Kreis der IPS-Partnerländer, und zwar zum einen um Zypern, die Türkei und Griechenland, wobei Zypern nicht mit einem Stipendiaten vertreten ist, und zum anderen um die arabischen Länder Ägypten, Tunesien, Marokko, Jordanien, Syrien, Algerien, Irak, Libanon und Libyen sowie um die Palästinensischen Gebiete. Von diesen Ländern stellen allerdings Jordanien, Syrien, der Irak und Libyen in diesem Jahr keine Teilnehmer.

Ziel des Programms ist es, die Beziehungen zwischen Deutschland und den Teilnehmerländern zu fördern, demokratische Werte und Toleranz zu festigen, Verständnis für kulturelle Vielfalt zu vertiefen und das friedliche Zusammenleben in der Welt zu sichern. Darauf weist der Berichterstatter für die internationalen Austauschprogramme des Bundestages, der CDU-Abgeordnete Bernhard Schulte-Drüggelte, gegenüber den Stipendiaten hin.

Empfang beim Bundestagspräsidenten

Die offizielle Begrüßung nimmt in diesem Jahr Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) zusammen mit dem Präsidenten der Technischen Universität Berlin (TU), Prof. Dr. Christian Thomsen, am Donnerstag, 26. März, in der TU vor. Nach einer einmonatigen Vorbereitungsphase im März nehmen die Teilnehmer ihre Mitarbeit in den Abgeordnetenbüros am 1. April auf. Ihr Praktikum dort endet am 30. Juni. Der verbleibende Monat Juli wird für eine Evaluierungs- und Vertiefungsphase des Aufenthalts im Bundestag genutzt.

Einer der Höhepunkte des IPS-Aufenthalts ist für die Stipendiaten der Empfang bei Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der in diesem Jahr am Donnerstag, 2. Juli, stattfinden soll. Zuvor findet am Donnerstag, 18. Juni, ein Stipendiatenabend im Paul-Löbe-Haus des Bundestages statt.

Sonderprogramm für arabische Stipendiaten

Zum vierten Mal findet in diesem Jahr im September ein vierwöchiges Programm für Stipendiaten aus arabischen Ländern statt, mit dem der Bundestag einen Beitrag zur Unterstützung und Entwicklung parlamentarischer Demokratien und der Zivilgesellschaften leisten will. Das Sonderprogramm dauert vom 1. bis 30. September. Bis zu 24 Teilnehmer aus arabischen Ländern können teilnehmen.

Die Interessenten müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen, sehr gut Deutsch können, Interesse an politischen Zusammenhängen haben sowie gesellschaftlich und politisch engagiert sein. Die Bewerbungsfrist wurde bis Freitag, 6. März 2015, verlängert. (vom/23.02.2015)

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