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In­ter­nationales Par­la­ments-Stipendium: Bis 30. Juni bewerben

Der Bundestag lädt Hochschulabsolventen aus 42 Ländern ein, sich um die Teilnahme am Internationalen Parlamentsstipendium 2019 zu bewerben.

Der Bundestag lädt Hochschulabsolventen aus 42 Ländern ein, sich um die Teilnahme am Internationalen Parlamentsstipendium 2019 zu bewerben.

© DBT/Jörg F. Müller

Der Deutsche Bundestag vergibt mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin jährlich etwa 120 Stipendien für junge Hochschulabsolventen aus 42 Nationen. Bewerbungsschluss für das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) im Jahr 2019 ist Samstag, 30. Juni 2018. Das Programm dauert fünf Monate, vom 1. März bis 31. Juli 2019, und setzt sich aus Veranstaltungen, Seminaren und einem Praktikum bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages zusammen.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Bewerben können sich hochqualifizierte, engagierte, aufgeschlossene und politisch interessierte junge Frauen und Männer, die die demokratische Zukunft ihres Landes aktiv und verantwortlich mitgestalten wollen. Ausgewählt werden sie von einer unabhängigen Auswahlkommission des Bundestages unter Beteiligung der Berliner Universitäten aufgrund fachlicher, sozialer, sprachlicher und interkultureller Kompetenzen.

Voraussetzungen sind die Staatsbürgerschaft des teilnehmenden Landes (doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich), ein abgeschlossenes Universitätsstudium und sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (mindestens Stufe B 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen). Außerdem sollten die Bewerberinnen und Bewerber zu Beginn des Stipendiums jünger als 30 Jahre alt sein.

Beteiligte Länder

Zu den beteiligten Ländern zählen derzeit Ägypten, Albanien, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irak, Israel, Jordanien, Kanada, Kasachstan, Kosovo, Kroatien, Lettland, Libanon, Litauen, Libyen, Marokko, Mazedonien, Moldau, Montenegro, die Palästinensischen Gebiete, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Syrien, Tschechien, die Türkei, Tunesien, die Ukraine, Ungarn, die USA, Weißrussland und Zypern.

Zu Beginn des Programms erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den drei Berliner Universitäten eine Einführung in das örtliche akademische Leben und von der Bundestagsverwaltung einen Einblick in die parlamentarische Arbeit.

Tätigkeit bei einem Abgeordneten

Im Rahmen einer ganztägigen Beschäftigung werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den verschiedenen Aufgaben eines Abgeordnetenbüros vertraut gemacht. Dabei wird Wert auf eine aktive Mitarbeit gelegt: Dazu gehören gutachtliche Ausarbeitungen, das Abfassen von Reden, Artikeln und Briefen, die Vorbereitung von Sitzungen sowie Erledigungen von Sekretariatsaufgaben.

Darüber hinaus begleiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Abgeordneten zu Sitzungen der Ausschüsse, Fraktionen und anderer Gremien und gewinnen Einblicke in die internen Funktionsweisen, Zusammenhänge und Verfahrensabläufe des Parlaments. Vorgesehen ist ferner ein Besuch im Wahlkreis des Abgeordneten.

Veranstaltungen an Universitäten und bei politischen Stiftungen

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind im Sommersemester als Studierende an der Humboldt-Universität zu Berlin und auf Wunsch auch als Nebenhörer an einer der anderen Universitäten eingeschrieben. Sie können während des Sommersemesters bis zu zwei Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin oder einer der anderen Berliner Hochschulen besuchen. Ergänzend nehmen sie an einem wissenschaftlichen Begleitprogramm der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität teil.

Darüber hinaus werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten in Studien-Seminaren der politischen Stiftungen in das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Stipendium Das Stipendium beinhaltet eine monatliche Zuwendung von 500 Euro, freie Unterkunft sowie eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Außerdem werden die Kosten der An- und Abreise nach und von Berlin übernommen.

Deutsch-Französisches Parlaments-Stipendium

Das Internationale Parlamentsstipendium wird vom Deutschen Bundestag finanziert. Das Deutsch-Französische Parlaments-Stipendium beginnt am 1. Oktober und endet am 31. Juli eines jeden Jahres. Im Wintersemester sind die französischen Stipendiatinnen und Stipendiaten an der Humboldt-Universität zu Berlin als Studierende eingeschrieben. Interessenten können sich bei Fragen direkt an die Humboldt-Universität zu Berlin wenden.

Das Internationale Parlaments-Stipendium steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages. Parlamentarisch koordiniert wird das Programm von der Berichterstattergruppe für die internationalen Austauschprogramme in der Kommission des Ältestenrates für Innere Angelegenheiten des Deutschen Bundestages. (vom/09.01.2017)

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