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Internationales

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Alumni-Konferenz in Albanien

Marzela Imami

© Marzela Imami

Vom 10.-12. Mai fand in Tirana die II. Regionale Konferenz der Ehemaligen Bundestagsstipendiaten mit dem Thema „Brain Drain, Brain Gain. Die Problematik in Albanien und in der Region“ statt. Der Albanische Verein der Bundestagsstipendiaten hatte die Ehre, darauf Ehemalige aus 9 Ländern der Region, Vertreter des Bundestages, sowie die albanische Parlamentspräsidentin, Frau Jozefina Topalli, und die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Carola Müller-Holtkemper, zu begrüßen. Unterstützt wurde diese Veranstaltung vom Deutschen Bundestag, dem Albanischen Parlament, der Deutschen Botschaft in Tirana und der Hanns-Seidel Stiftung.

Ziel der Konferenz war vor allem die Pflege der Nachkontakte zwischen den Alumni. Nach dem ersten gelungenen Alumnitreffen letztes Jahr in Serbien, war dieses das zweite für die Länder der Region, worauf solche Wunder vorkamen, wie z. B. das Nebenaneinderstehen von Milosevic und Thaçi (Nemanja aus Bosnien-Herzegowina und Albulena aus dem Kosovo). Gerade das war eins unserer Hauptziele, dass wir mit unserem Treffen die Botschaft der Zusammenarbeit und des Verständnisses zwischen den Balkanländern verbreiten.

Das Thema  Brain Drain, Brain Gain wurde gewählt, weil es für alle Länder der Region ein akutes Problem darstellt. Diese Wahrnehmung wurde auch von den Vorträgen von Brain-Drain-Experten, von DAAD-Lektoren sowie von den Vertretern aus der Region bestätigt.  Als ein kleines Indiz dafür gilt auch die Tatsache, dass von den 34 albanischen Alumni, die das Stipendium im Bundestag absolviert haben, nur weniger als die Hälfte im Land sind.

Um die Rückkehr in das eigene Land attraktiver zu machen, hat das Bildungsministerium mit Unterstützung von UNDP ein Programm umgesetzt, das Rückkehrende finanziell unterstützen soll. In dieser Richtung werden in Albanien als ein von diesem Phänomen stark betroffenes Land Fortschritte gemacht, um das Land für junge Intelektuellen attraktiv zu machen. Trotzdem bleibt es nach wir vor schwierig, eine den Qualifikationen entsprechende Arbeitsstelle zu finden, und das aus Gründen, die wie festgestellt in allen Ländern ähnlich waren (Überqualifizierung, Beziehungen usw.)

Die Frage, ob es sich lohnt, nach Albanien zurückzukehren, haben trotzdem nicht nur die Parlamentspräsidentin, sondern auch die deutsche Botschafterin mit einem „JA“ beantwortet. Sollte auch unseren Gästen dieselbe Frage gestellt werden, ob es sich lohnt, nach Albanien zurückzukehren, auch für einen kurzen Besuch, dann hoffen wir, dass wir dieselbe Antwort bekommen werden. Es lohnt sich, nach Albanien zu kommen, es lohnt sich, unter Freunden zu sein, es lohnt sich, die schöne Tradition der IPS-Treffen auf dem Balkan fortzusetzen.

Text von Marzela Imami

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