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Internationales

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Der Deutsche Bundestag und das US-Außenministerium freuen sich, Erin K. als Teilnehmerin des Monats Dezember des Parlamentarischen Patenschafts-Programms PPP/CBYX) bekannt zu geben! 

Erin, eine von YFU vermittelte PPP-Stipendiatin, hat bei Familie P. in Bammental, Baden-Württemberg, ein zweites Zuhause gefunden. Erin hat sich sehr gut integriert, lernt mit großer Begeisterung die deutsche Sprache, unterrichtet eine Volleyballmannschaft und spielt Cello im Schulorchester. 

Die aus Illinois stammende Schülerin hat eine enge Beziehung zu ihrer Gastfamilie aufgebaut. Erin verbringt gerne Zeit mit ihren Gastgeschwistern und hilft im Haushalt mit. Um ihrer „zweiten“ Familie  einen Einblick in die Kultur ihres Heimatlandes zu geben und in ihre Art, Festtage zu begehen, hat sie gemeinsam mit ihren Gasteltern und ihren Gastgeschwistern zu Thanksgiving ein Festessen gekocht.

In der Schule zeigt Erin von Anfang an großen Eifer. Sie lernt mit viel Freude und Engagement die  Sprache und ist mittlerweile so gut, dass sie z.B. einen Vergleich verschiedener Länder in Deutsch präsentieren, oder im Erdkundeunterricht ein Referat zum Thema Globalisierung auch in Deutsch halten konnte, wofür sie ausdrücklich von ihrer Lehrerin gelobt wurde. Auch in anderen Fächern und Diskussionen beteiligt sie sich lebhaft und kann sich mit Redebeiträgen gut im Unterricht einbringen.

Erin hat sehr schnell gemerkt, dass das Erlernen der deutschen Sprache der Schlüssel zum Verständnis der deutschen Kultur und der Menschen hier ist. Ihr großes Interesse an der deutschen Kultur und die positiven Erfahrungen, die sie bisher mit ihrem Austauschjahr gemacht hat, haben sie sogar dazu inspiriert, in Zukunft ein Studium in Deutschland in Betracht zu ziehen. 

Erin übernahm auch das Volleyballtraining für eine Kindergruppe. Am Anfang kommunizierte sie mit Händen und Füßen. Inzwischen konnte Erin mit ihren immer besser werdenden Deutschkenntnissen ihre eigenen Fähigkeiten und ihre Begeisterung weitergeben und hatte große Freude daran. Leider ist das Training zurzeit wegen der Pandemie ausgesetzt worden. Erin gibt jedoch nicht auf und will weiterhin das Beste aus ihrem Austauschjahr zu machen. Daher ist sie Mitglied des Schulorchesters geworden und spielt dort mit viel Hingabe ihr Instrument – das Cello.

Die Erfahrung, in Deutschland zu leben, hat Erin auch völlig neue Perspektiven für eine nachhaltigere Lebensweise eröffnet. Sie sagt: „Durch das Leben in Deutschland mit meiner Gastfamilie habe ich gelernt, dass wir kleine Entscheidungen treffen können, die zu einem nachhaltigeren Leben führen, wie z. B. zu Hause zu kompostieren und wiederverwendbare Taschen überall hin mitzunehmen - beides sind Gewohnheiten, die ich während meines Aufenthalts hier übernommen habe und für den Rest meines Lebens beibehalten werde.“ Erin zeigt nicht nur die Bereitschaft, neue Werte, die sie in einem ehemals fremden Land gelernt hat, zu akzeptieren und in ihren Alltag zu integrieren, sondern auch die Offenheit, ihre eigenen Werte und Lektionen aus ihrem Heimatland weiterzugeben - das macht sie zu einer außergewöhnlichen jungen Botschafterin in Deutschland für ihr Heimatland, die Vereinigten Staaten. 

Erin hat sich dank ihrer Neugier, ihrer Sprachbegabung und ihrer Aufgeschlossenheit ein neues Zuhause geschaffen und sich an die deutsche Kultur angepasst. Sie genießt das Zusammensein mit ihrer Gastfamilie, wie zum Beispiel das Erreichen der Alpspitze nach einem dreistündigen Aufstieg. „Wir waren verschwitzt, hungrig und erschöpft, aber die Aussicht auf die atemberaubenden Alpen hat uns dafür entschädigt, und wir haben gefeiert, indem wir Studentenfutter gegessen und die Aussicht genossen haben“, erzählt sie fröhlich.

Herzlichen Glückwunsch, Erin!

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