Internationales

Teilnehmerin des Monats Juni 2025: Phoebe

Eine junge Frau lächelt in die Kamera an einem Sportplatz.

(© privat)

Der Deutsche Bundestag und das US-Außenministerium freuen sich, Phoebe G. als US-Teilnehmerin des Monats Juni 2025 des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP/ CBYX) bekannt zu geben. Phoebe kommt aus Eagle River, Alaska, und wird in Deutschland von der Organisation Open Door International (ODI) betreut. Sie lebt seit Sommer letzten Jahres bei Familie Kölln in Leverkusen. Phoebe lernte in der High School jedes Jahr Deutsch, sie entwickelte eine Liebe für die Sprache und wollte diese in ihrem zukünftigen Beruf anwenden. Nachdem sie von ihrem Deutschlehrer vom PPP erfahren und sich weiter damit beschäftigt hatte, erkannte Phoebe, dass das PPP-Austauschprogramm die perfekte Gelegenheit war, ihren Traum von einem Auslandsjahr in Deutschland zu verwirklichen.

Zwei junge Frauen lächeln vor einem Sportplatz in die Kamera.

(© privat)

Während ihres Aufenthalts in Deutschland absolvierte Phoebe ein Praktikum an einer örtlichen Grundschule und an einem Gymnasium. Dies bot Phoebe eine hervorragende Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihr Interesse am Lehramt zu vertiefen, indem sie deutschen Schülern bei ihren Schulaufgaben half, Schülerkonflikte löste und ihnen die amerikanische Kultur näherbrachte. Durch diese Erfahrung gewann Phoebe an Selbstvertrauen und bemerkte, dass sie „eine stärkere, unabhängigere Person“ sei, als sie eigentlich von sich selbst dachte. Sie ist sich sicherer denn je, dass sie Lehrerin werden möchte. Auch außerhalb des Unterrichts engagiert sich Phoebe in ihrer Gemeinde. Im Alltag, in dem sie neue Freundschaften knüpft, bemüht sie sich, über die amerikanische Kultur zu sprechen und Missverständnisse über die Vereinigten Staaten auszuräumen. Phoebe trat dem örtlichen Hockeyclub bei und half an den Wochenenden in der Organisation mit. Außerdem gab sie Nachhilfe in der Nachbarschaft, wenn sie von Schülern hörte, die zusätzliche Unterstützung benötigten. Innerhalb ihrer PPP-Teilnehmergruppe wurde Phoebe zur Co-Präsidentin gewählt. In dieser Funktion organisierte sie nicht nur Treffen und Veranstaltungen, sondern entwickelte sich auch zu einer Führungspersönlichkeit, an die sich ihre Mitschüler bei Herausforderungen oder Rat wandten. Phoebe hat das Talent, anderen das Gefühl zu geben, gehört und unterstützt zu werden, und ist so zu einer wertvollen Freundin für andere und ihre Gemeinschaft geworden.

Während ihres PPP-Jahres baute Phoebe eine enge Beziehung zu ihrer Gastfamilie auf und konnte ihre eigene deutsche Herkunft entdecken. Phoebe berichtet, dass ihre Gastfamilie sie herzlich willkommen hieß und ihr von Anfang an, auch während der Ferien, das Gefühl gab, ein fester Teil der Familie zu sein. So wurde sie zu einem gemeinsamen Familienurlaub nach Schleswig-Holstein eingeladen. Phoebe knüpfte auch Kontakte zu Verwandten und besuchte sogar die Bäckerei ihres Urgroßvaters. Teil des PPP zu sein und in Deutschland zu leben, war für Phoebe eine Herausforderung, hat aber auch enorm zu ihrer Entwicklung beigetragen. Phoebe sagt, diese Erfahrung habe sich angefühlt, als hätte sie „in diesem einen Jahr ein ganzes Leben gelebt“, und durch das PPP habe sie nicht nur mehr Deutsch gelernt, sondern auch ihre Denk- und Handlungsweise zum Positiven verändert.

Herzlichen Glückwunsch, Phoebe!