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Bundestagswahl 2021

Artikel

Wahlkreisgrenzen haben sich in vier Ländern geändert

In 299 Wahlkreisen werden Direktkandidaten gewählt.

In 299 Wahlkreisen werden Direktkandidaten gewählt.

© DBT

Die Hälfte der (ohne Überhang- und Ausgleichsmandate) 598 Bundestagsabgeordneten wird aufgrund der Mehrheit der Erststimmen direkt gewählt, die andere Hälfte zieht über die Landeslisten der Parteien in den Bundestag ein. Die 299 direkt gewählten Abgeordneten vertreten ihren Wahlkreis unmittelbar. Deutschland ist in 299 Wahlkreise gegliedert, deren Grenzen allerdings nicht mit denen der Landkreise oder kreisfreien Städte deckungsgleich sind. Der Zuschnitt der Wahlkreise ändert sich aufgrund der Bevölkerungsentwicklung immer mal wieder, denn jeder direkt gewählte Abgeordnete soll annähernd gleich viele Einwohner repräsentieren.

Wahlkreiswechsel in drei Bundesländern 

Für die Bundestagswahl am 26. September 2021 hat der Bundestag bereits am 28. Mai 2020 bei Enthaltung der Linken einen Neuzuschnitt von Wahlkreisen vorgenommen (19/18968, 19/19597). In drei Bundesländern wurde der Zuschnitt von Wahlkreisen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung geändert, in einem aufgrund von kommunalen Gebietsänderungen.

In Brandenburg wurde die amtsfreie Gemeinde Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark aus dem Wahlkreis 61 Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II herausgelöst und dem Wahlkreis 60 Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I zugeordnet.

In Nordrhein-Westfalen verließ die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh ihren bisherigen Wahlkreis 137 Paderborn – Gütersloh III und gehört nun dem bisherigen Wahlkreis 136 Höxter – Lippe II an. Der Wahlkreis 137 heißt nun nur noch Paderborn, der Wahlkreis 136 Höxter – Gütersloh III – Lippe II. Die Stadt Detmold im Kreis Lippe wechselt vom bisherigen Wahlkreis Höxter V Lippe II in den Wahlkreis 135 Lippe I. 

In Bayern wird die Verwaltungsgemeinschaft Wörth an der Isar, die bisher im Wahlkreis 228 Landshut lag, nun dem Wahlkreis 230 Rottal-Inn zugeordnet. Die Verwaltungsgemeinschaft Wörth an der Donau  ist neu im Wahlkreis 234 Schwandorf, nachdem sie aus dem Wahlkreis 233 Regensburg ausgelagert worden war. Die Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld wechselte vom Wahlkreis 243 Fürth in den Wahlkreis 242 Erlangen. Schließlich verließ die Gemeinde Altenmünster den Wahlkreis 253 Augsburg-Land und gehört jetzt dem Wahlkreis 254 Donau-Ries an. 

Eine Angleichung an kommunale Gebietsänderungen fand im Freistaat Thüringen statt. Die im Wahlkreis 190 Eisenach – Wartburgkreis –Unstrut-Hainich-Kreis befindlichen Teile der Gemeinde Kaltennordheim, die im Wahlkreis 192 Gotha – Ilm-Kreis befindlichen Teile der kreisfreien Stadt Suhl und die im Wahlkreis 194 Saalfeld-Rudolstadt – Saale-Holzland-Kreis – Saale-Orla-Kreis befindlichen Teile der Stadt Neuhaus am Rennweg wurden in den Wahlkreis 196 Suhl – Schmalkalden-Meiningen– Hildburghausen – Sonneberg umgesetzt. Die Wahlkreise setzen sich damit wieder aus ungeteilten Landkreisen zusammen. (vom/23.02.2017)

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