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26. Juni 2025

Bundeswehreinsatz im Libanon (UNIFIL)

Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL) - Drucksachen 21/229(Dokument, öffnet ein neues Fenster) und 21/442(Dokument, öffnet ein neues Fenster) -

  • Abstimmungsergebnis
  • Debatte

Gesamtergebnis, 630 Mitglieder

  • 390 ja
  • 179 nein
  • 2 enthalten
  • 59 nicht abg.

CDU/CSU
208 Mitglieder

  • 196 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 12 nicht abg.

AfD
151 Mitglieder

  • 0 ja
  • 127 nein
  • 0 enthalten
  • 24 nicht abg.

SPD
120 Mitglieder

  • 114 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 6 nicht abg.

B90/Grüne
85 Mitglieder

  • 79 ja
  • 0 nein
  • 2 enthalten
  • 4 nicht abg.

Die Linke
64 Mitglieder

  • 0 ja
  • 52 nein
  • 0 enthalten
  • 12 nicht abg.

fraktionslos
2 Mitglieder

  • 1 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 1 nicht abg.

1 / 50

Name

Fraktion

Bundesland

Abstimmung

Der Bundestag hat am Donnerstag, 26. Juni 2025, die Fortsetzung der Bundeswehrbeteiligung im Rahmen der Unifil-Mission vor der libanesischen Küste beschlossen. Für die Verlängerung um ein Jahr stimmten 390 Abgeordnete, 179 votierten dagegen. Es gab zwei Enthaltungen. Der Abstimmung lag eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/442(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zu einem Antrag der Bundesregierung mit dem Titel „Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der ,United Nations Interim Force in Lebanon‘“ (21/229(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zugrunde. Zudem lag ein Bericht des Haushaltsausschusses gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages zur Finanzierbarkeit vor (21/465(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). 

Bundeswehreinsatz im Libanon (UNIFIL)

Antrag der Bundesregierung

Aufgabe dieses Einsatzes der Vereinten Nationen bleibt laut Regierung  die Unterstützung bei der Sicherung der libanesischen Grenzen und Einreisepunkte mit dem Ziel, das Verbringen von Rüstungsgütern und sonstigem Wehrmaterial nach Libanon ohne Zustimmung der libanesischen Regierung zu verhindern. Zu den Aufgaben der Bundeswehr gehören unter anderem die seegestützte Seeraum- und Luftraumüberwachung des Einsatzgebietes und die seewärtige Sicherung der libanesischen Küste und Küstengewässer. Bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten sollen entsendet werden können. 

Auswirkungen des Hamas-Angriffs auf Israel

Der terroristische Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe immense Auswirkungen auf die ohnehin schon desolate regionale Sicherheit und dabei auch auf die Lage im Einsatzgebiet von Unifil gehabt, schreibt die Bundesregierung. Ein Waffenstillstand vom 27. November 2024 zwischen Israel und Libanon halte bis dato überwiegend und habe zu einer deutlichen Beruhigung der Sicherheitslage geführt. 

Trotz des Waffenstillstandes komme es noch regelmäßig zu israelischen Luftschlägen auf Stellungen der islamistischen Hisbollah, teils auch außerhalb des Gebietes südlich des Flusses Litani und der Grenze zwischen Libanon und Israel (sogenannte Blaue Linie). Ein Schwerpunkt der Bemühungen von Unifil sei in diesem Kontext auch die Befähigung der libanesischen Streitkräfte zur Übernahme der vollständigen Raumkontrolle im Südlibanon.

Die einsatzbedingten Zusatzausgaben für die Verlängerung des Mandates bis Ende Juni 2026 beziffert die Bundesregierung auf rund 61,6 Millionen Euro. Der Einsatz erfolge auf Grundlage einer Reihe von Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, zuletzt 2749 (2024). Die libanesische Regierung habe mit Schreiben an die Vereinten Nationen 2006 unter Verweis auf Resolution 1701 (2006) unter anderem um Unterstützung bei der Absicherung der seeseitigen Grenzen des Libanon gebeten. (ahe/hau/27.06.2025)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Lindholz, Andrea

Bundestagsvizepräsidentin

Andrea Lindholz

Andrea Lindholz

© Andrea Lindholz/ Timo Raab

Hardt, Jürgen

CDU/CSU

Jürgen Hardt

Jürgen Hardt

© Jürgen Hardt/Tobias Koch

Paul, Andreas

AfD

Andreas Paul

Andreas Paul

© Andreas Paul/ Mohssen Assanimoghaddam

Stegner, Dr. Ralf

SPD

Dr. Ralf Stegner

Dr. Ralf Stegner

© Photothek Media Lab.

Nanni, Sara

Bündnis 90/Die Grünen

Sara Nanni

Sara Nanni

© Sara Nanni/ Nina Runge

Özdemir, Cansu

Die Linke

Cansu Özdemir

Cansu Özdemir

© Die Linke Hamburg/ Reno Mezger

Ernst, Bastian

CDU/CSU

Bastian Ernst

Bastian Ernst

© Bastian Ernst/ Tobias Koch

Otten, Gerold

AfD

Gerold Otten

Gerold Otten

© Gerold Otten/ Studio Loske

Moll, Claudia

SPD

Claudia Moll

Claudia Moll

© Claudia Moll / Maurice Weiss

Edelhäußer, Ralph

CDU/CSU

Ralph Edelhäußer

Ralph Edelhäußer

© CSU-Landesgruppe / Christian Kaufmann

Lindholz, Andrea

Bundestagsvizepräsidentin

Andrea Lindholz

Andrea Lindholz

© Andrea Lindholz/ Timo Raab

Dokumente

  • 21/229 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL)
    PDF | 178 KB — Status: 21.05.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/442 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 21/229 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL)
    PDF | 183 KB — Status: 10.06.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/465 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 21/229, 21/442 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL)
    PDF | 167 KB — Status: 10.06.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 21/442(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/229(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 17:51:53: Beginn der Abstimmung
  • 18:18:25: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 575 Ja: 393 Nein: 180 Enthaltungen2

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
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Stand: 14.10.2026