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Forschung zur Künstlichen Intelligenz

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antwort - 27.08.2018 (hib 619/2018)

Berlin: (hib/ROL) Die Forschung zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spielt laut Bundesregierung eine besondere Rolle, um den Prozess der Digitalisierung zu begleiten und zu gestalten. Mit Hilfe der IKT-Forschung soll die technologische Souveränität Deutschlands erhalten und ausgebaut werden, heißt es in der Antwort (19/3831) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/3314). Die IKT-Forschung sei von der Bundesregierung seit den 1960er Jahren kontinuierlich gefördert und an die sich verändernden Rahmenbedingungen insbesondere hinsichtlich neuer technologischer Entwicklungen angepasst worden.

Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung seien seit 2007 aufbauend auf den bisher erzielten Ergebnissen der Forschungsförderung und basierend auf den Empfehlungen von Expertengremien neue übergreifende Schwerpunkte gesetzt worden, um reife IKT-Technologieentwicklungen gezielt in die Anwendung zu bringen. Die IKT-Forschungspolitik der Bundesregierung habe dabei das disruptive Potenzial der Digitalisierung in Industrie und Gesellschaft früh erkannt. Mit den Zukunftsprojekten "Industrie 4.0", "Smart Service Welt" und "Lernende Systeme" seien deutsche Stärken weiterentwickelt und Innovationsperspektiven geschaffen worden. Die zunehmende Diffusion von IKT in verschiedene Anwendungsbereiche spiegle sich auch in der Struktur der Forschung und Forschungsförderung des Bundes wider.

Die Anwendung von IKT spiele in nahezu allen Forschungsbereichen eine zunehmend wichtige Rolle. In der Forschungsberichterstattung des Bundes und der ihr zugrunde liegenden Statistik erfolge die Zuordnung der Ausgaben zu einzelnen Förderbereichen grundsätzlich nach dem Schwerpunktprinzip. Die Nutzung von IKT in anwendungsorientierten Forschungsbereichen wie beispielsweise der Gesundheitsforschung oder der Luft- und Raumfahrt als Forschungsmethode werde entsprechend dem Schwerpunktprinzip dem jeweiligen anwendungsorientierten Forschungsbereich zugeordnet. Auch wenn anteilig ein Bezug zur IKT-Forschung bestehe, werde dieser Anteil in der Statistik jedoch nicht gesondert erfasst. Die hier vorgenommenen Auswertungen zu den Fördermitteln und weiteren statistischen Daten basierten daher auf dem Förderbereich G (Informations- und Kommunikationstechnologien) der Leistungsplansystematik (LPS) des Bundes, in dem die Entwicklung der IKT im Fokus steht.

Die IKT-Forschungsförderung des Bundes erfolge zum einen durch die institutionelle Förderung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen und zum anderen über direkte Projektförderung. Im Vergleich zur langfristig angelegten institutionellen Förderung sei die Projektförderung ein flexibles Instrument, um themenspezifisch innovative Entwicklungen anzustoßen und kurzfristig auf aktuelle forschungspolitische Herausforderungen zu reagieren. Zudem würden damit Strukturen der Zusammenarbeit und strategische Partnerschaften unter den Förderempfängern - insbesondere zwischen Wirtschaft und Wissenschaft - geschaffen.

Für die Stärkung der IKT-Branche in Deutschland sei insbesondere die Projektförderung des Bundes bedeutsam. Sie erfolge in der Regel im Rahmen von Förder- oder Fachprogrammen, die gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Anwendern und Nutzern erarbeitet würden. Mit der Zielsetzung, den Wissens- und Ergebnistransfer zwischen Forschungseinrichtungen,

Hochschulen und Unternehmen zu stärken, würden vor allem sogenannte Verbund- beziehungsweise Kooperationsprojekte gefördert, in denen interdisziplinär an einer gemeinsamen Zielsetzung gearbeitet werde.

In ihrer Antwort dokumentiert die Bundesregierung in verschiedenen Tabellen die Fördermittel des Bundes für die IKT-Forschung.