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Zukunft von Erasmus nach dem Brexit

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Kleine Anfrage - 25.09.2018 (hib 694/2018)

Berlin: (hib/ROL) Am 23. Juni 2016 stimmten 51,9 Prozent der britischen Wähler im sogenannten Brexit-Referendum für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit). Dieser Tag markiert eine historische Zäsur in der Geschichte der europäischen Integration, für die es keine Präzedenzfälle gibt. Das schreibt die FDP in ihrer Kleinen Anfrage (19/4406). Unabhängig davon, wie die Verhandlungen zum Austritt ausgehen, werde deren Ergebnis das Leben von Millionen Menschen über viele Jahre prägen. Die europäische Integration habe Europa Frieden und Wohlstand gebracht und zu einem bislang beispiellosen Grad an Zusammenarbeit und Verflechtung der EU-Mitgliedstaaten geführt. Ob auf Reisen, beim Schüleraustausch, im Geschäftsleben oder in Wissenschaft und Forschung, zahlreiche Bürger, Unternehmen, staatliche wie nichtstaatliche Institutionen auf beiden Seiten des Ärmelkanals profitierten täglich von den Erleichterungen, welche der europäische Integrationsprozess gebracht habe. Die FDP-Fraktion möchte insbesondere zum Stand des Erasmus-Austausches Auskunft bekommen und fragt, wie viele Studenten und Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit seit Beginn des Erasmus+-Programms in den Jahren 2014 bis 2017 am Programm ERASMUS+ im Vereinigten Königreich teilgenommen haben. Zudem möchte die Fraktion in Erfahrung bringen, wie viele Studenten sowie Schüler mit britischer Staatsangehörigkeit seit Beginn des Erasmus+-Programms in den Jahren 2014 bis 2017 am Programm ERASMUS+ in Deutschland teilgenommen haben.