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Finanzinvestoren kritisch gesehen

Gesundheit/Antwort - 09.11.2018 (hib 862/2018)

Berlin: (hib/PK) Die Übernahme Medizinischer Behandlungszentren (MVZ) durch Finanzinvestoren wird von der Bundesregierung kritisch gesehen. Die Entwicklung werde genau beobachtet. Es werde sehr sorgfältig geprüft, ob es weiterer Maßnahmen bedürfe, heißt es in der Antwort (19/5386) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/4926) der Fraktion Die Linke.

In jüngster Zeit werde zunehmend von Fällen berichtet, in denen sowohl ärztliche als auch zahnärztliche MVZ von Investoren gegründet wurden, die allein Kapitalinteressen verfolgten und keinen fachlichen Bezug zur medizinischen Versorgung hätten.

Konkret beschrieben werde dies etwa für von Investoren aufgekaufte nichtärztliche Dialyseleistungserbringer, die ein MVZ gründeten. Der Entwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sehe vor, die Gründungsbefugnis von nichtärztlichen Dialyseleistungserbringern auf fachbezogene MVZ zu beschränken.

Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) sind deutschlandweit 60 MVZ bekannt, die mittelbar oder unmittelbar Finanzinvestoren zuzurechnen sind, Tendenz steigend. Für den ärztlichen Bereich sei keine verlässliche Zuordnung der Träger möglich, heißt es in der Antwort weiter.