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Deutschland unterstützt Anti-Drogen-Politik in Südamerika

Gesundheit/Antwort - 09.10.2013 (hib 474/2013)

Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung will den südamerikanischen Staaten Bolivien, Ecuador und Peru bei der Anti-Drogen-Politik helfen. Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) habe den drei Staaten bei einer Delegationsreise im Mai 2013 angeboten, zur Verbesserung der Therapie-, Präventions- und Hilfsangebote auf Erfahrungen aus Deutschland zurückzugreifen, teilt die Regierung in ihrer Antwort (17/14737) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/14634) mit.

Dyckmans habe in allen drei Staaten Präventions- und Therapieeinrichtungen besucht und den Eindruck gewonnen, dass diesen Angeboten zu wenig Bedeutung zugemessen wird. Die Angebote müssten ausgebaut werden, um eine bedarfsgerechte, flächendeckende Versorgung sicherzustellen, heißt es in der Antwort der Regierung. Zudem würden mehr Therapieeinrichtungen benötigt.

Bolivien, Ecuador und Peru gelten nach Angaben der Regierung „als bedeutende Herstellungs- oder Transitstaaten für Kokain“. Dyckmans sei deswegen dorthin gereist, um einen Einblick in die jeweilige Anti-Drogen-Politik zu erhalten. Die Delegation habe in den Staaten Gespräche mit Regierungsvertretern und Strafverfolgungsbehörden über die Bekämpfung des Drogenhandels und des illegalen Drogenanbaus geführt. In Bolivien stellte die Bundesregierung zudem 32.200 Euro für die Beschaffung von drei Verbrennungsöfen zur Vernichtung von Drogen und Chemikalien zur Verfügung.

Die sechstägige Delegationsreise hat nach Angaben der Regierung rund 50.000 Euro gekostet.