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Presse

Verantwortung für Künstliche Intelligenz

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Kleine Anfrage - 12.07.2019 (hib 778/2019)

Berlin: (hib/ROL) Nach Ansicht der AfD-Fraktion kann Künstliche Intelligenz (KI) enorme Fortschritte in den Bereichen Verkehr, Bildung, Industrie, Medizin bis hin zu juristischen Recherchebereichen erbringen. Es gebe jedoch Zweifel, dass die Rechtssicherheit für Nutzer, Industrie, Wirtschaft und für die Gesellschaft momentan gewährleistet ist, schreiben die Abgeordneten in einer Kleinen Anfrage (19/11406).

Die Fraktion verweist darauf, dass 2017 der Roboter Sophia zum Staatsbürger Saudi-Arabiens ernannt worden sei. Sophia habe inzwischen, laut Medienberichten, auch die deutsche Bundeskanzlerin getroffen. Die KI erhalte somit einen Status, der sonst nur Menschen vorbehalten war. Der humanoide Roboter mit Gummimaske und menschenähnlichem Gesicht, könne einfache Zusammenhänge selbst lernen. Offenbar überlege man auch in Europa, KI-Systemen wie Sophia eine eigene Persönlichkeit zu geben. Die Fragen, die damit einhergingen, etwa in welchem Eigentum die Daten stehen, ob Daten überhaupt eigentumsfähig sind oder wer die Verantwortung für die KI-Systeme und deren Handlungen trägt , seien nur einige, die einer Klärung bedürften.

Die Fraktion möchte gerne wissen, warum die Fragen der Verantwortlichkeit und etwaiger Schadenshaftung in der KI-Strategie der Bundesregierung ausgeklammert worden seien und in welcher Form sich die Bundesregierung mit den ethischen Problemen, die der Einsatz von KI-Systemen mit sich bringen könne, auseinandergesetzt und welche Erkenntnisse sie daraus gezogen hat.