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Presse

Mehr Agrarexporte in Entwicklungsländer

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Antwort - 08.08.2019 (hib 870/2019)

Berlin: (hib/JOH) Die deutschen Exporte von Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft in Entwicklungsländer haben sich nach Angaben der Bundesregierung in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Zu den wichtigsten Exportprodukten hätten 2018 unter anderem Milch und Milcherzeugnisse, Fleisch und Fleischwaren sowie Getreideerzeugnisse und Backwaren gehört, schreibt sie in einer Antwort (19/11868) auf eine Kleine Anfrage (19/11138) der FDP-Fraktion.

In den mit vielen Staaten des afrikanischen, karibischen und pazifischen Raums (AKP-Staaten) ausgehandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPAs) seien für die liberalisierten Produkte eine Vielzahl von Schutzmöglichkeiten enthalten, die einseitig von den Partnerländern angewandt werden könnten, betont die Bundesregierung. Diese Schutzmechanismen könnten temporär genutzt werden, etwa bei einer Bedrohung heimischer Wirtschaftszweige, zum Schutz von Agrarprodukten beziehungsweise der lokalen Nahrungsmittelproduktion sowie zur Unterstützung junger Industrien. Aktuell würden im Rahmen des WPA mit dem südlichen Afrika Schutzzölle auf den Import von gefrorenem Geflügelfleisch aus der EU durch die afrikanische Partnerseite erhoben.

Die EU-Agrarimporte aus Entwicklungsländern hätten in den vergangenen zehn Jahren ebenfalls um etwa 40 Prozent des Importwertes zugenommen. Die EU importiere überwiegend Ölfrüchte, frisches Obst und Gemüse, Kaffee, Kakao sowie Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse.