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Presse

Union fordert Konzept für Nahrungsmittelversorgung

Ernährung und Landwirtschaft/Antrag - 06.04.2022 (hib 163/2022)

Berlin: (hib/NKI) „Der Ukraine jetzt und in Zukunft helfen, Nahrungsmittelversorgung in der Welt sicherstellen sowie europäische und deutsche Landwirtschaft krisenfest gestalten“ lautet der Titel eines Antrags der Unionsfraktion (20/1336), der am Freitagvormittag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung unter anderem auf, gemeinsam mit den Vereinten Nationen (VN), der Europäischen Union (EU), den humanitären Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden, der Agrar- und Ernährungswirtschaft und möglichst allen weiteren Akteuren und Spendern geeignete Maßnahmen zu koordinieren, damit die Versorgung der Bevölkerung in der Ukraine sowie der Menschen auf der Flucht aus der Ukraine mit Lebensmitteln langfristig sichergestellt ist.

Zudem sollen die agrarpolitischen und agrarwirtschaftlichen Strukturen der Ukraine genutzt werden, um die Versorgungsketten der Land- und Ernährungswirtschaft innerhalb des Landes zu stärken, sowie die ukrainischen Landwirte so weit wie möglich zu unterstützen, damit auf möglichst vielen Flächen eine Frühjahrsaussaat möglich gemacht werden kann.

Außerdem wird die Bundesregierung aufgefordert, mit Blick auf die Verwerfungen und Preisvolatilitäten auf den internationalen Agrarmärkten und die daraus resultierenden Ernährungsunsicherheiten in der Welt gemeinsam mit der EU zu erfassen, wie hoch die durch den Krieg in der Ukraine fehlenden landwirtschaftlichen Produktions- und Handelskapazitäten sind oder absehbar sein werden, wie sich die Verteuerung von Energie und Ölprodukten sowie die fehlende Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Dünge- und Futtermitteln auf die weltweite Agrarproduktion auswirken werde. Darauf aufbauend solle eine Analyse der weltweiten Agrarproduktion erarbeitet werden, um über aktuelle und prognostizierende Daten zu verfügen und dadurch sachgerechte und wissensbasierte politische Entscheidungen, insbesondere in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP), fällen zu können.