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16. August 2021

Hare / Niemeyer, Sitzverteilung nach

Bei dem von 1985 bis 2005 bei Bundestagswahlen angewandten Auszählverfahren nach Hare/Niemeyer werden die zu vergebenden Abgeordnetensitze mit der Zahl der Zweitstimmen der einzelnen Parteien multipliziert und durch die Gesamtzahl der Zweitstimmen aller an der Verteilung teilnehmenden Parteien dividiert. Nun erhält jede Partei so viele Sitze, wie ganze Zahlen auf sie entfallen. Die dann noch zu vergebenden Sitze werden in der Reihenfolge der höchsten Zahlenbruchteile („Reste“) verteilt, die sich bei der Berechnung ergeben. Bei gleichen Resten entscheidet das Los. Nach der so ermittelten Anzahl der Sitze für die einzelnen Listenverbindungen werden diese jeweils parteiintern nach demselben Rechenverfahren auf die einzelnen Landeslisten aufgeteilt. (> Sitzverteilung)

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Hammelsprung

Mit „Hammelsprung“ wird ein bestimmtes Abstimmungsverfahren im Bundestag bezeichnet. In der Regel stimmen die Abgeordnete durch Handzeichen oder Aufstehen ab. Besteht Zweifel über das Ergebnis, kommt der „Hammelsprung“ zum Einsatz. Dazu verlassen die Abgeordneten den Plenarsaal und betreten ihn wieder durch eine von drei Türen, die jeweils für Ja, Nein oder Enthaltung stehen. Schriftführer zählen sie dabei laut.

Schon bei der Einführung dieses Zählverfahrens im Reichstag 1874 wurde der Begriff „Hammelsprung“ verwendet. Im 1894 eingeweihten Reichstagsgebäude fand sich auf einer der Abstimmungstüren eine Intarsienarbeit, die den Hammelsprung anhand einer Figur aus der von Homer überlieferten Odyssee aufnahm und verfremdete. Der dort abgebildete, geblendete Polyphem zählte jedoch keine Hammel, sondern strich Widdern auf der Suche nach Odysseus und seinen Gefährten über den Rücken. Mit der Wahl dieser Darstellung wurde ironisch die vorhandene parlamentarische Verfahrenspraxis und ihre Bezeichnung aufgegriffen.

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Haushaltsplan

Der Haushaltsplan stellt alle für ein Haushaltsjahr veranschlagten Ausgaben und Einnahmen zusammen. Die Bundesregierung legt den Etat von Bundestag und Bundesrat als Gesetzentwurf vor. Die Abgeordneten beraten den Entwurf in der sogenannten Haushaltswoche. Mit den Details befassen sich anschließend die Fachausschüsse. Federführend ist dabei der Haushaltsausschuss, der jeden Posten berät und eventuell Veränderungen vorschlägt. Etwa zwei Monate später wird in der zweiten Lesung für jeden Politikbereich der Haushalt erneut beraten, bis der Haushaltsplan in der dritten Lesung eine Mehrheit im Bundestag findet.   

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Haushaltssperre

Ausgaben, die aus besonderen Gründen zunächst noch nicht geleistet oder zu deren Lasten noch keine Verpflichtungen eingegangen werden sollen, sind im Haushaltsplan als gesperrt zu bezeichnen. Entsprechendes gilt für Verpflichtungsermächtigungen. In Ausnahmefällen kann bestimmt werden, dass Ausgaben nur mit Einwilligung des Bundestages getätigt werden können. Eine einfache Haushaltssperre kann vom Bundesfinanzminister oder vom Bundestag aufgehoben werden. Eine qualifizierte Haushaltssperre muss vom Bundesfinanzminister und vom Bundestag gemeinsam entsperrt werden.

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hib-Meldung

Meldungen in der Rubrik „heute im bundestag“ (hib) informieren tagesaktuell über Schwerpunkte der Beratungen in den Ausschüssen und über parlamentarische Vorlagen (Gesetzentwürfe, Anträge, Große und Kleine Anfragen, Antworten der Bundesregierung, Unterrichtungen). 

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Hürde, Fünf-Prozent-

Die Fünf-Prozent-Hürde ist eine Sperrklausel für Wahlen zum Bundestag sowie bei Landtagswahlen und verschiedenen Kommunalwahlen. Für die Wahlen zum Bundestag gilt eine Fünf-Prozent-Hürde für die Landeslisten von Parteien. Eine Partei erhält erst Mandate für den Bundestag, wenn sie einen Anteil von mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhält. Hat eine Partei weniger Stimmen, dann zieht sie nicht in das Parlament ein. Nur ihre direkt gewählten Kandidaten werden Abgeordnete. Hat eine Partei drei oder mehr Direktmandate errungen, dann wird sie trotzdem bei der Verteilung der Sitze nach Landeslisten berücksichtigt. Die Sperrklausel gilt nicht für Parteien von nationalen Minderheiten.

 

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Virtueller Rundgang durch den Deutschen Dom

Ab dem 1. Juni 2021 ist die Parlamentshistorische Ausstellung für angemeldete Einzelbesucher geöffnet.

Gruppenführungen, Schülerprojekte und das Rollenspiel Plenarsitzung werden bis auf Weiteres noch nicht angeboten.

Die Ebenen 4 und 5 der Ausstellung sind für Besucherinnen und Besucher zur Zeit geschlossen.

Der Besuch der Ausstellung ist nur nach vorheriger Anmeldung beim Ausstellungsbüro im Deutschen Dom (werktags) - jeweils für den Folgetag und bis zu einer Woche im Voraus - für ein 1,5 stündiges Zeitfenster möglich. 
Von Mai bis September 10.00 bis 11.30 Uhr, 11.30 bis 13.00 Uhr, 13.00 bis 14.30 Uhr, 14.30 bis 16.00 Uhr, 16.00 bis 17.30 Uhr, 17.30 bis 19.00 Uhr.
Von Oktober bis April 10.00 bis 11.30 Uhr, 11.30 bis 13.00 Uhr, 13.00 bis 14.30 Uhr, 14.30 bis 16.00 Uhr, 16.00 bis 18.00 Uhr.

Telefon: 030/227-30431/-30432, E-Mail: historischeausstellung@bundestag.de.

Der Nachweis eines aktuellen negativen Coronavirus-Testergebnisses ist nicht notwendig. Über weitere mögliche Maßnahmen wird im Rahmen einer fortlaufenden Risikobewertung entschieden werden. Aktuelle Informationen zu den am Besuchstag aktuell geltenden Zugangsvoraussetzungen für den Deutschen Dom, werden bekannt gegeben.

Besucher der Parlamentshistorischen Ausstellung sind verpflichtet eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.

Die Parlamentshistorische Ausstellung des Deutschen Bundestages im Deutschen Dom zeigt die historische Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland. Sie widmet sich vorrangig jenen Epochen, in denen die wesentlichen Grundlagen für die politische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gelegt worden sind. Parlamentarische Entscheidungsprozesse und Konflikte werden ebenso nachgezeichnet wie Funktion und Arbeitsweise von Volksvertretungen. Entstehung, Entwicklung und Arbeit der Parlamentsfraktionen und der politischen Parteien in Deutschland werden dargestellt.

Die Ausstellungsebenen der Parlamentshistorischen Ausstellung enthalten folgende Angebote:

  • Ebene 1: Der deutsche Frühparlamentarismus und die Revolution 1848/49
  • Ebene 1.1: Die parlamentarische Demokratie in der
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Ebene 2: Parlamentarismus im Kaiserreich
  • Das Reichstagsgebäude im Kaiserreich 
  • Parlamentarismus in der Weimarer Republik 
  • Ebene 3: Der NS-Staat
  • Die Nachkriegszeit
  • Scheinparlamentarismus und Friedliche Revolution in der DDR
  • Ebene 4: Kino und Schülerprojektraum  
  • Ebene 5: Parlamentsarchitektur in Deutschland 
  • Turmebene 5: Geschichte des Deutschen Doms

Parlamentshistorische Ausstellung
des Deutschen Bundestages
Deutscher Dom
Gendarmenmarkt 1
10117 Berlin-Mitte

Der Eintritt ist frei

Information und Anmeldung:

Ausstellungsbüro im Deutschen Dom
Tel.: 030/227-30432 und 030/227-30431,
E-Mail: historischeausstellung@bundestag.de.

Kostenlose Führungen

  • für Einzelbesucher und Gruppen bis 10 Personen:
    zwischen 11 und 17 Uhr wird alle 30 Minuten eine halbstündige Führung zu ausgewählten Themen der Ausstellung angeboten, nach Rücksprache auch in Englisch und Französisch; Anmeldung ist nicht erforderlich;
  • für Gruppen zwischen 10 und 50 Personen: Anmeldung ist erforderlich; Terminvereinbarung unter: Tel.: 030 227-30431 oder 030 227-30432, Fax: 030 227-30435, E-Mail: historischeausstellung@bundestag.de.

Veranstaltungsangebot: Rollenspiel „Plenarsitzung“

Das interaktive Rollenspiel „Plenarsitzung“ vermittelt Kenntnisse über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung.  Es wird im Nachbau des Plenarsaales im Deutschen Dom angeboten.

An dem Rollenspiel können bis zu 50 politisch interessierte Jugendliche (ab dem 14. Lebensjahr) und Erwachsene teilnehmen, die die Rolle von „Bundestagsabgeordneten“ übernehmen. Dabei bleibt es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern überlassen, ob sie als Rollenspieler aktiv in die simulierte Plenarsitzung eingreifen oder nur als Zuschauer teilnehmen. Die Rollen „Bundestagspräsident/in“ (zugleich Spielleiter), „Bundeskanzler/in“, „Bundesratspräsident/in“ und die Rolle eines „Bundestagabgeordneten“ werden vom Besucherführungsdienst des Deutschen Bundestages wahrgenommen.

Das Rollenspiel „Plenarsitzung“ im Deutschen Dom dauert 45 Minuten und wird in Sitzungswochen des Deutschen Bundestages angeboten. Am Dienstag in Sitzungswochen finden drei Einzelveranstaltungen, um 14 Uhr, um 15 Uhr sowie um 16 Uhr. Am Donnerstag in Sitzungswochen finden acht Einzelveranstaltungen, um 9.00 Uhr, 10.00 Uhr, 11.00 Uhr und 12.00 Uhr sowie um 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr und um 17.00 Uhr statt.

Anmeldungen können an das Ausstellungsbüro im Deutschen Dom gerichtet werden:

Tel.: 030/227-30431 und 030/227-30432,
E-Mail: historischeausstellung@bundestag.de.

Veranstaltungsangebot „Schülerprojekte“

Auf Anfrage und nach schriftlicher Anmeldung werden pädagogisch-didaktische Schülerprojekte (Dauer: 1 bis 3 Stunden), jeweils für Sekundarstufe I und II, zu den beiden folgenden Themen angeboten:

  • Schülerprojekt 1 „Freiheits- und Grundrechte in der deutschen Parlamentsgeschichte“ (Schwerpunkt Parlamentsgeschichte)
  • Schülerprojekt 2 „Die parlamentarische Demokratie in Deutschland - Aufgaben und Funktion des Deutschen Bundestages“ (Schwerpunkt Parlamentspraxis).

Die Teilnehmerzahl ist auf Klassenstärke begrenzt (max. 30 Teilnehmer). Ab einer Teilnehmerzahl über 25 Personen werden die Schüler/-innen in zwei Gruppen aufgeteilt. 

Die Schülerprojekte basieren auf dem Prinzip der Selbsttätigkeit der Schüler, die anhand von vorbereiteten Arbeitsbögen ein Thema in der Ausstellung erarbeiten und anschließend präsentieren.

Den Teilnehmer/-innen werden Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Die Schülerprojekte können an jedem Öffnungstag des Deutschen Doms (außer an Montagen), ab 10.00 Uhr, stattfinden.

Anmeldungen und Anfragen zu den Inhalten und Abläufen können an das Ausstellungsbüro im Deutschen Dom gerichtet werden:

Tel.: 030/227-30432 und 030/227-30431,
E-Mail: historischeausstellung@bundestag.de.


Filme im Deutschen Dom

Öffnungszeiten

Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr,
von Mai bis September bis 19 Uhr;
montags nur an Feiertagen geöffnet

Verkehrsanbindung

U-Bahn Linie U 2, Haltestelle „Stadtmitte“
U-Bahn Linie U 6, Haltestelle „Stadtmitte“

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