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Gerhard Richter über­reicht Bilder-Zyklus „Bir­kenau“ dem Bundestag

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Der Bilder-Zyklus „Birkenau“ von Gerhard Richter wird künftig in der Westeingangshalle des Reichstagsgebäudes ausgestellt. Im Beisein des Künstlers nahm Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert das Werk am Montag, 4. September 2017, im Reichstagsgebäude entgegen. Bundestagspräsident Lammert betonte, dass der Bundestag dem Anspruch folge, „in diesem zentralen Gebäude der deutschen Demokratie auch gleichzeitig die künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung mit unserem Land und seiner Geschichte zu einem festen Platz zu verhelfen“.

Gerhard Richter setze sich bereits seit einem halben Jahrhundert mit den großen traumatischen Erfahrungen der deutschen Geschichte auseinander. Der im Jahr 2014 geschaffene vierteilige Zyklus nach Dokumentarfotos von Häftlingen aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sei das Ergebnis jahrelanger Bemühungen des Künstlers um eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema des Holocaust. Gerhard Richter stellt die fotografisch umgesetzten Bilder dem Deutschen Bundestag als Schenkung zur Verfügung. 

Selbstverständnis der Erinnerungskultur

Für die Eingangshalle hatte der Künstler bereits zur Wiedereröffnung des Reichstagsgebäudes die abstrakte Farbkomposition „Schwarz Rot Gold“ für die Nordwand geschaffen. Indem die „Birkenau“-Bilder auf die gegenüberliegende Südwand gehängt werden, entsteht ein gedanklicher Spannungsbogen, der das Selbstverständnis der Erinnerungskultur zur Anschauung bringen soll. Lammert betrachtete die Gegenüberstellung der Werke als eine wichtige Ergänzung.

Auch formal sollen die „Birkenau“-Bilder einen Dialog eröffnen: Sie nehmen durch ihre vertikale Ausrichtung die Gestalt der gegenüberliegenden Installation „Schwarz Rot Gold“ auf und reagieren auf die Dimension der westlichen Eingangshalle des Reichstagsgebäudes. (eis/04.09.2017)

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