+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Wirecard: 132 relevante Geldwäsche-Verdachtsmeldungen

Finanzen/Antwort - 25.08.2020 (hib 871/2020)

Berlin: (hib/SCR) Der Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls haben zum Stichtag 10. August 2020 132 Verdachtsmeldungen/Informationen mit einem möglichen Zusammenhang mit den aktuellen Vorwürfen gegen die Wirecard AG vorgelegen. Davon seien bislang 54 Verdachtsmeldungen an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden abgegeben worden. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (19/21671) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/21398). Der inzwischen insolventen Wirecard AG wird Bilanzbetrug vorgeworfen.

Der FIU liegen der Antwort zufolge - nach nicht abschließender Bewertung - auch mehrere Verdachtsmeldungen zu einer Darlehensvergabe der Wirecard Bank AG an die MB Beteiligungsgesellschaft mbH sowie „im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften auf eigene Rechnung von Mitgliedern des Vorstandes der Wirecard AG beziehungsweise deren Beteiligungsgesellschaften“ vor.

Die andauernde Überprüfung von den der FIU vorliegenden Informationen hat den Angaben zufolge ergeben, dass seit Juni 2017 mehr als 1.000 Verdachtsmeldungen und/oder Informationen mit Bezug zur Wirecard AG beziehungsweise Wirecard Bank AG eingegangen sind. Die Mehrzahl der Meldungen stehe jedoch nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Vorwürfen, heißt es in der Antwort.

In der Antwort geht die Bundesregierung zudem auf Fragen zur Kreditvergabe der Wirecard Bank AG „unter Berücksichtigung übergeordneter strategischer Ziele der Wirecard-Gruppe“ ein. Das strategische Kreditportfolio der Bank sei „regelmäßig Gegenstand der laufenden Aufsicht“ gewesen. „Infolge der Insolvenz der Wirecard AG und der damit einhergehenden Untersuchungen sowie aufgrund der Erkenntnisse der von der BaFin eingesetzten Sonderbeauftragten und Whistleblower-Hinweisen liegen der Aufsicht Anhaltspunkte dafür vor, dass einige der langjährigen strategischen Kredite insbesondere an Firmen in Asien als auffällig und vermutlich nicht werthaltig einzuschätzen sind. Die diesbezüglichen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen“, heißt es weiter.