+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Von Wilhelms Spaten bis zu Stimmzetteln von 1949

Zwei Männer sitzen nebeneinander auf Stühlen und blicken in die Kamera.

Abgeordnete Klaus Brähmig, Norbert Lammert auf Stühlen des alten Bonner Bundestages

© DBT/Melde

Ein überproportionaler Schlüssel, eine prunkvolle Abstimmungsurne und ein Spaten. Das sind nur einige der historischen Ausstellungsexponate, welche die neue Dauerausstellung „Deutsche Parlamente im Spiegel der Geschichte“ zu bieten hat, die  Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert am Mittwoch, 17. März 2010, eröffnete. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum und dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt der Bundestag auf 20 Glastafeln, die sich im Übergang vom Reichstagsgebäude zum Jakob-Kaiser-Haus in Berlin befinden, die parlamentarischen Schauplätze Deutschlands.

Dass Deutsche Parlamentsgeschichte nicht nur im Parlamentsgebäuden, sondern auch in einer Kirche, einem Theater, einer Oper, einem Museum und einem Wasserwerk geschrieben wurde, erwähnte auch der Bundestagspräsident in seiner Eröffnungsrede. „Das hat durchaus seinen besonderen Reiz und zeigt die Vielfältigkeit des deutschen Parlamentarismus“, sagte Lammert. Die Dauerausstellung trage zudem auch dem Bedürfnis Rechnung, „dass das umgebaute Reichstagsgebäude ein bisschen zu wenig die geschichtlichen Spuren des Deutschen Parlamentarismus erkennen lässt“.

Handgefertigte Wahlurne

Diese Spuren finden sich auch in den erwähnten Exponaten wieder. In dem Spaten, mit dem Kaiser Wilhelm I. diesen von ihm „ungeliebten Bau“ mit der Grundsteinlegung auf den Weg gebracht hat, ebenso wie in der Urne, in der die Stimmzettel für die Wahl des ersten Bundespräsidenten und des ersten Bundeskanzlers 1949 eingesammelt wurden.

Dass sich die Bundesrepublik Deutschland noch deutlich vor den Zeiten des Wirtschaftswunders eine solche handgefertigte Urne, in die die Wappen der Bundesländer eingraviert sind, geleistet hat, beeindrucke doch ungemein, sagte Lammert. Die heutzutage eingesetzten Urnen seien weit weniger prunkvoll.

Symbolischer Schlüssel des Reichstagsgebäudes

Eher aus der jüngeren Vergangenheit stammt der riesige Schlüssel in der Ausstellung. Der mit dem Umbau des Reichstagsgebäudes beauftragte Architekt Sir Norman Foster hatte diesen „symbolischen Schlüssel“ anlässlich der Übergabe des fertiggestellten Umbaus im April 1999 an den damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) überreicht. Das Thema des Umbaus des Reichstagsgebäudes wird auf mehreren der Glastafeln aufgenommen. Neben interessanten Fotografien aus den verschiedenen Bauphasen wird auch die Geschichte des Kuppelbaus ausführlich dargestellt.

So wird nochmals deutlich, dass die inzwischen als Wahrzeichen des Parlaments empfundene Kuppel in dieser Form vom Architekten gar nicht vorgesehen war. Erst mit einer Entscheidung der Baukommission des Bundestages, die mit der Mehrheit von einer Stimme zustande kam, war Foster schließlich beauftragt worden, eine Kuppel mit einzuplanen. 

Marginalspalte