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Rebhuhnbestand dramatisch gesunken

Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/Antwort - 10.05.2017 (hib 296/2017)

Berlin: (hib/SCR) Die Bundesregierung sieht beim Schutz von Agrarvögeln in Europa "erheblichen Handlungsbedarf". Grund dafür sei die Vielzahl von Bestandsrückgängen in den vergangenen Jahrzehnten, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (18/12195) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/11877) mit Verweis auf den "Farmland Bird Index" des "European Bird Census Council". Dieser zeige seit 1980 eine Abnahme der Bestände von 43 Prozent, auch ein EU-Index führe eine ähnliche Entwicklung an.

Laut "Farmland Bird Index" sind starke Abnahmen unter anderem beim Ortolan, der Haubenlerche, dem Schwarzstirnwürger und dem Rebhuhn zu verzeichnen. Mit Bezug auf Angaben des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten beziffert die Bundesregierung den Bestandsrückgang beim Rebhuhn in Deutschland von 1990 bis 2015 auf 84 Prozent.

Als Gründe für den Rückgang bei den Vogelarten verweist die Bundesregierung auf unter anderem "Lebensraumveränderungen, Verringerung des Nahrungsangebotes (insbesondere Rückgang der Insektenbiomasse) und direkte Verfolgung (Prädation)". Für den Rückgang der Insektenbiomasse sei auch der großflächige Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft verantwortlich, schreibt die Bundesregierung unter Berufung auf den Statusbericht "Vögel in Deutschland 2014".