Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Presse

20. Januar 2017

27. Januar: Bundestag gedenkt der Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde

Zeit: Freitag, 27. Januar 2017, 9 Uhr
Ort: Reichstagsgebäude, Plenarsaal

Am Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenkt der Deutsche Bundestag der Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr steht die Gedenkstunde im Parlament im Zeichen der Erinnerung an die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde.

Nach einer Begrüßungsansprache von Bundestagspräsident Norbert Lammert liest Sebastian Urbanski, Schauspieler im Berliner Theater RambaZamba, einen Brief von Ernst Putzki, der 1945 in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurde. Die Gedenkreden halten Verwandte von zwei Opfern der „Euthanasie“-Morde: Hartmut Traub erinnert an seinen 1941 ermordeten Onkel, Benjamin Traub, und Sigrid Falkenstein berichtet über das Schicksal ihrer Tante, Anna Lehnkering, die 1940 getötet wurde. Musikalischen Rahmen der Gedenkstunde bilden Kompositionen von Norbert von Hannenheim, dessen Werk von den Nationalsozialisten als „entartet“ eingestuft wurde. Sie werden aufgeführt von Felix Klieser (Horn) und Moritz Ernst (Klavier).

Zu der Gedenkstunde kommen neben den Bundestagsabgeordneten auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland und den Nachbarländern, die an der diesjährigen Jugendbegegnung des Bundestages teilnehmen (bitte beachten Sie dazu unsere Pressemitteilung vom 18. Januar 2017: http://www.bundestag.de/presse#url=L3ByZXNzZS9wcm
Vzc2VtaXR0ZWlsdW5nZW4vMjAxNy9wbS0xNzAxMT
gtcG0tanVnZW5kYmVnZWdudW5nLzQ4ODkwNA==&mod=mod443906
.

Bereits seit dem 17. Januar zeigt der Bundestag im Paul-Löbe-Haus die Ausstellung „Wir sind viele“, für die der Künstler Jim Rakete u.a. Menschen mit Behinderungen und mit psychischen Beeinträchtigungen oder mit unheilbaren Krankheiten porträtiert hat. Die von den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel angestoßene und vom Bundestag ermöglichte Ausstellung zeigt mit den 50 Porträts, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. (Bis 10. Februar, mehr dazu hier: http://www.bundestag.de/besuche/ausstellungen/parl_hist#url=L2Jlc3VjaGUvYXVzc3
RlbGx1bmdlbi9wYXJsX2hpc3Qvd2lyLXNpbmQtdmllbGUvNDgyNDAw&mod=mod457344
)

Medienvertreter sind herzlich willkommen - für die Berichterstattung über die Gedenkstunde und die Ausstellung benötigen Sie die Akkreditierung des Deutschen Bundestages.