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Parlament

EU-Gipfel, Energiepolitik, Sicherungsverwahrung

Sitzungswoche vom 27. bis 29. Oktober

Sitzungswoche vom 27. bis 29. Oktober (© DBT/Siegfried Büker)

Der Bundestag stimmt in den Plenarsitzungen vom 27. bis 29. Oktober 2010 unter anderem über die Verlängerung der Restlaufzeiten von Atomkraftwerken, die Reform der Hartz-IV-Regelsätze und das Haushaltsbegleitgesetz 2011 ab. Am Mittwoch, 27. Oktober, gibt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) eine Regierungserklärung zum Europäischen Rat und dem ebenfalls anstehenden G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer ab. Am Freitag, 29. Oktober, debattieren die Abgeordneten erstmalig die geplante Reform der Sicherungsverwahrung.

Mittwoch, 27. Oktober

Regierungserklärung: Die Sitzungswoche beginnt um 13 Uhr mit der Abgabe einer 20-minütigen Regierungserklärung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Europäischen Rat am 28. und 29. Oktober in Brüssel und zum G20-Gipfel am 11. und 12. November in Seoul. Daran schließt sich eine rund 75-minütige Aussprache an. Die Koalitionsfraktionen (17/3408(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), Die Linke (17/3412(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und Bündnis 90/Die Grünen (17/3425(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) haben Entschließungsanträge vorgelegt. Union und FDP fordern die Regierung auf, sich dafür einzusetzen, dass bis Ende Juni 2013 Umschuldungsregeln für Staaten der Eurozone entwickelt worden sind, die auch gesamtwirtschaftliche Fragen hinsichtlich des Verzichts der Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen einbeziehen. Die Regierung sollte ihre Zustimmung zur Unterstützung zahlungsunfähiger Staaten davon abhängig machen, dass diese zuvor ein Umschuldungsverfahren durchlaufen haben, in dem Gläubiger auf erhebliche Teile ihrer Forderungen verzichtet haben. Die Linke fordert die Regierung auf, den in Deutschland und Europa stattfindenden Protesten gegen„unsoziale Kürzungsprogramme“ Rechnung zu tragen.

Regierungsbefragung: Um 14.45 Uhr beginnt die halbstündige Befragung der Bundesregierung zur vorangegangenen Kabinettsitzung sowie zu aktuellen Themen.

Fragestunde: Um 15.20 Uhr startet die zweistündige Fragestunde, in der schriftlich eingereichte Fragen der Abgeordneten (17/3363(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3398(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) von Vertretern der Bundesregierung mündlich im Plenum beantwortet werden.

Aktuelle Stunde: Auf Verlangen der Linksfraktion erörtert der Bundestag ab 17.20 Uhr in einer Aktuellen Stunde das Thema „Rentenkürzung durch Rente erst ab 67 verhindern“.

Donnerstag, 28. Oktober

Geschäftsordnungsdebatte: Zu Beginn der Sitzung befasst sich der Bundestag eine halbe Stunde lang mit Anträgen zur Geschäftsordnung.

Energiepolitik: Ab 9.30 Uhr beraten die Abgeordneten in zweiter und dritter Lesung über den von den Koalitionsfraktionen vorgelegten Antrag zur Energiepolitik (17/3050(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und das von der Regierung vorgelegte Energiekonzept mit einem Zehn-Punkte Sofortprogramm (17/3049(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Dazu liegt eine Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses vor (17/3402(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Union und FDP sprechen sich in Gesetzentwürfen (17/3051(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3052(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) unter anderem für eine Verlängerung der Restlaufzeiten von Atomkraftwerken aus. Gleichzeitig soll durch die Einrichtung eines Energie- und Klimafonds der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden (17/3053(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3054(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Dazu gibt es Beschlussempfehlungen des Umweltausschusses (17/3409(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3453(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und des Haushaltsausschusses (17/3405(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Nach zweistündiger Debatte wird über die Gesetzentwürfe und über Änderungsanträge namentlich abgestimmt. Die SPD will zudem einen Antrag abstimmen lassen, wonach die Bundesregierung ihr Energiekonzept zurückziehen soll (17/3426(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Bündnis 90/Die Grünen haben dazu Änderungsanträge vorgelegt (17/3486(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3487(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3488(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3489(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 1/3490(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3491(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3492(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3493(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3494(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3495(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3496(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3497(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3498(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3499(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3527(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3531(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3532(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3533(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3534(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), 17/3535(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3536(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3537(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3538(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3539(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), die sich auf die elfte  und auf die zwölfte (17/3528(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3529(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3530(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) Änderung des Atomgesetzes beziehen (17/3051(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und die namentlich abgestimmt werden sollen. Abgestimmt werden auch Entschließungsanträge der Linken (17/3439(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und der Grünen (17/3485(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).

Staatsangehörigkeitsrecht: Ab 15 Uhr berät der Bundestag in erster Lesung 75 Minuten lang über einen Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts (17/3411(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Fraktion will den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit vereinfachen bei Geburt im Inland und bei der Einbürgerung, indem die erforderliche Aufenthaltszeit verkürzt werden kann und mehrere Staatsangehörigkeiten zugelassen werden. Abgestimmt werden soll über den weiteren Gesetzentwurf der Grünen zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes (17/3039(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), zu dem bereits eine Beschlussempfehlung des Innenausschusses vorliegt (17/3241(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Grünen wollen die Mindesteinkommensgrenze für hochqualifzierte Zuwanderer auf 40.000 Euro jährlich absenken, um mehr ausländischen Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten den Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen.

Bankenrichtline: Ohne Debatte stimmt der Bundestag im Anschluss über den Vorschlag des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat (17/3312(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zu dem vom Bundestag bereits verabschiedeten Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie (17/1720(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/1803(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/2472(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3037(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) ab. Darin geht es um neue Regelungen zur Bankenaufsicht.

Haushaltsbegleitgesetz 2011: Über den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2011 (17/3030(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3361(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) stimmen die Abgeordneten im Anschluss an die um 16.40 Uhr beginnende einstündige Debatte auf Antrag der SPD namentlich ab. Zugrunde liegt eine Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses (17/3406(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3452(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Durch die in dem Gesetz vorgesehenen Maßnahmen soll bis zum Jahr 2014 20 Milliarden Euro eingespart werden können. So ist beispielsweise die Einführung einer Luftverkehrsabgabe vorgesehen. Zugleich sind Kürzungen beim Wohn- und Elterngeld für Hartz-IV- Empfänger geplant. Die SPD hat einen Änderungsantrag (17/3548(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und einen Entschließungsantrag (17/3454(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), die Grünen haben ebenfalls einen Enschließungsantrag zum Gesetz vorgelegt (17/3440(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).

Banken-Restrukturierung: Ab etwa 18.35 Uhr wird 45 Minuten lang über das Banken-Restrukturierungsgesetz (17/3024(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3362(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) beraten, das anschließend auf der Basis einer Beschlussempfehlung des Finanzausschusses (17/3407(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3547(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) verabschiedet werden soll. Die SPD hat der Aufsetzung dieses Tagesordnungspunktes allerdings widersprochen, sodass darüber zu Beginn der Sitzung abgestimmt wird. Entschließungsanträge liegen von der SPD (17/3471(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und von der Linksfraktion (17/3472(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vor.

Grundrecht auf Wohnen: Die Forderung der Linksfraktion, das Grundrecht auf Wohnen „sozial, ökologisch und barrierefrei“ zu gestalten, wird ab 19.25 Uhr diskutiert. 30 Minuten sind für die erste Lesung des Antrags (17/3433(Dokument, öffnet ein neues Fenster))  vorgesehen.

Jahressteuergesetz 2010: Ab 20.05 Uhr stimmen die Parlamentarier über den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2010 (17/2249(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/2823(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sowie über einem Gesetzentwurf der Linksfraktion zur „Abschaffung des Progressionsvorbehaltes für Kurzarbeitergeld“ (17/255(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) ab. Dazu hat der Finanzausschuss eine Beschlussempfehlung vorgelegt (17/3449(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Regierungsvorlage sieht zahlreiche Änderungen bei Steuergesetzen vor. So sollen unter anderen eingetragene Lebenspartner in Zukunft im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht mit Ehepartnern gleichgestellt werden. Zudem sollen laut Entwurf Einkünfte aus Kapitalvermögen zur Berechnung der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbauprämie nicht mehr herangezogen werden. Bündnis 90/Die Grünen haben zwei Änderungsanträge (17/3468(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/3469(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und einen Entschließungsantrag (17/3470(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vorgelegt, der auf die steuerrechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften und Ehen abzielt. Über einen soll namentlich abgestimmt werden. Darüber hinaus liegt ein Gesetzentwurf der Grünen (17/3218(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vor, Lebenspartnerschaften steuerrechtlich mit der Ehe gleichzustellen, der zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen werden soll.

Maklerprovision: Mieter und Käufer sollen im Hinblick auf die entstehende Maklerprovision mit dem Vermieter oder Verkäufer gleich gestellt werden. Das fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (17/3212(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), der ab 20.45 Uhr in erster Lesung beraten wird. 30 Minuten sind für die Debatte vorgesehen.

Freilassung von Gilad Shalit: Die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit fordern CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in einem gemeinsamen Antra (17/3422(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Shalit wurde im Juni 2006 durch Mitglieder der Hamas entführt und wird seither gefangengehalten. Auch Die Linke fordert in einem eigenen Antrag (17/3431(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), Shalit freizulassen. Für die Diskussion der Anträge ab 121.25 Uhr sind 30 Minuten eingeplant.

Wahlen in Birma: Die SPD-Fraktion verlangt von der Bundesregierung sich für „faire und freie Wahlen“ in Birma einzusetzen. Ein dahingehender Antrag (17/3213(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), der ab 12.05 Uhr eine halbe Stunde lang beraten wird, fordert zudem, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die politischen Gefangenen sowie Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi freigelassen werden, „idealerweise bereits vor der geplanten Amnestie vor den Wahlen“.

Europäische Menschenrechtskonvention: Ab 22.45 Uhr diskutiert der Bundestag 30 Minuten lang über einen gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (17/3423(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zum Thema „60 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention“.

Freitag, 29. Oktober

Sicherungsverwahrung: Ab 9 Uhr beraten die Abgeordneten in erster Lesung den von den Koalitionsfraktionen vorgelegten Gesetzentwurf zur Neuordnung des Rechtes der Sicherungsverwahrung (17/3403(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Reform sieht unter anderem vor, dass es die Sicherungsverwahrung, bei der Täter mit Rückfallgefahr auch nach der Haft eingesperrt bleiben, nur noch dann geben solle, wenn sie bereits im Urteil zumindest vorbehaltlich vorgesehen war. Die nachträgliche Sicherungsverwahrung, die erst am Ende der Haft angeordnet wurde, solle demnach nicht mehr möglich sein. Diese Regelung hatte im Dezember 2009 der Europäische Menschenrechtsgerichtshof für rechtswidrig erklärt.

Gesundheitspolitik: Ein Antrag der SPD-Fraktion (17/3427(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), der „Patientenschutz statt Lobbyismus“ fordert, wird ab 10.25 Uhr in erster Lesung beraten. Die Abgeordneten wenden sich in der Vorlage dagegen, dass Ärzte von ihren Patienten Vorkasse verlangen dürfen. Für die Beratung sind 75 Minuten vorgesehen.

Hartz-IV-Regelsätze: Die Reform der Hartz-IV-Regelsätze steht ab 11.50 Uhr auf der Tagesordnung. Der dazu von Unions- und FDP-Fraktion vorgelegte Gesetzentwurf zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches des Sozialgesetzbuchs (17/3404(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sieht eine Erhöhung des Bedarfssatzes für Erwachsene um fünf Euro vor. Eine Stunde ist für die erste Lesung des Entwurfs eingeplant. Bündnis 90/Die Grünen wollen zudem einen Antrag vorlegen, ein menschenwürdiges Dasein und Teilhabe für alle zu gewährleisten (17/3435(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).

Rentenrecht: Über Anträge der SPD (17/1747(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), der Fraktion Die Linke (17/256(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/1116(Dokument, öffnet ein neues Fenster), 17/1735(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und von Bündnis 90/Die Grünen (17/2436(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zum Rentenrecht stimmen die Abgeordneten im Anschluss an die um 12.55 Uhr beginnende halbstündige Debatte auf der Basis einer Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales (17/3477(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) ab.

Erbrecht: Um 13.35 Uhr beginnt die erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurfs zur erbrechtlichen Gleichstellung nichtehelicher Kinder (17/3305(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Ziel der Vorlage ist es zu gewährleisten, dass nichteheliche Kinder auch dann erben können, wenn sie vor dem 1. Juli 1949 geboren sind. Nach derzeitiger Rechtslage gelten vor diesem Datum geborene nichteheliche Kinder bis heute mit ihren Vätern als nicht verwandt und haben daher auch kein gesetzliches Erbrecht.

Freiwilligendienste:Eine Ausbauoffensive für Freiwilligendienste fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (17/3436(Dokument, öffnet ein neues Fenster)), der ab 14.15 Uhr eine halbe Stunde lang in erster Lesung beraten wird. Angesichts der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes brauche es einen planvollen Übergang, der allen Beteiligten konkrete Ziele, klare Perspektiven und Planungssicherheit gibt, heißt es zur Begründung. Ziel müsse es sein, der großen Nachfrage junger Menschen nach Freiwilligendiensten ein ausreichendes Angebot gegenüber zustellen. Die Platzzahlen müssten daher in den nächsten fünf Jahren verdoppelt werden, fordern die Grünen. Auch die SPD hat einen Antrag (17/3429(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) vorgelegt, in dem sie einen massiven Ausbau der Jugendfreiwilligendienste fordert. (hau)