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Trauer um einen „wahren Freund Deutschlands“

Aufzeichung der Rede von Władysław Bartoszewski vom 28. April 1995 anlässlich des "Gedenkens des Deutschen Bundestages und des Bundesrates an das Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft" im Bundestag.

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„Deutschland trauert mit Polen um Władysław Bartoszewski. Mit ihm haben wir einen Mann verloren, der wie kaum ein zweiter Brückenbauer zwischen unseren Ländern war“, schreibt Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert in einem Kondolenzbrief an Zofia Bartoszewska, die Witwe des am Freitag, 24. April 2015, im Alter von 93 Jahren in Warschau verstorbenen früheren polnischen Außenministers. „Sein persönliches Schicksal und sein darauf gegründetes politisches Engagement haben unsere tiefe Bewunderung“, heißt es in Lammerts Brief. Unvergessen sei seine große Rede im Deutschen Bundestag vor fast genau 20 Jahren. Im Jahr 1995 - 50 Jahre nach Kriegsende - sprach Władysław Bartoszewski als Polens Außenminister über die deutschen Kriegsverbrechen. 

Brücken gebaut zwischen Polen und Deutschland

„Er vergaß aber auch nicht, das Leid der Deutschen zu thematisieren, die ohne persönliche Schuld Opfer des von Deutschland durch den Überfall auf Polen begonnenen Zweiten Weltkrieges geworden sind“, erinnert Lammert.

Władysław Bartoszewski habe zwei Diktaturen selbst erlebt und durchlitten und habe gewusst, was es heißt, wenn die Würde des Menschen mit Füßen getreten werde. Ungeachtet seines persönlichen Schicksals habe Władysław Bartoszewski stets auf die Menschlichkeit gesetzt, wovon auch seine politische Arbeit geprägt gewesen sei, heißt es in dem Schreiben weiter.

Władysław Bartoszewski habe Brücken gebaut zwischen Polen und Deutschland, Brücken in eine Zukunft, die der Vergangenheit verpflichtet blieben. „Das werden wir nie vergessen – genau wie unsere Verantwortung, in seinem Sinne weiter an diesen Brücken zu bauen. Wir verneigen uns vor einem großen Polen, einem bedeutenden Europäer, einem wahren Freund Deutschlands“, schreibt Bundestagspräsident Lammert. (27.04.2015)

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