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Schäuble eröffnet Aus­stellung zu „100 Jahre Frauen­wahl­recht“

Christine kämmt ihr Haar, das ihr verdammt viel wert war: Foto der ukrainischen Fotografin Yevgenia Belorusets.

Christine kämmt ihr Haar, das ihr verdammt viel wert war: Foto der ukrainischen Fotografin Yevgenia Belorusets.

© Yevgenia Belorusets

Mit einer Ausstellung erinnert der Deutsche Bundestag an die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor hundert Jahren. Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble eröffnet die Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht – 19 + 1 Künstlerinnen“ am Donnerstag, 17. Januar 2019, um 19 Uhr in der Abgeordnetenlobby des Reichstagsgebäudes. Die Ausstellungsdauer ist bis 31. März 2019 geplant.

20 Künstlerinnen aus mehreren Ländern

20 Künstlerinnen aus Deutschland und Israel, der Ukraine, der Schweiz, Afghanistan, der Türkei, den USA und dem Iran beteiligen sich auf Einladung des Kunstbeirats des Bundestages an der Ausstellung. 19 Einzelarbeiten und eine Graphic Novel werden in der Abgeordnetenlobby zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die beiden Kuratoren Dr. Andreas Kaernbach und Kristina Volke geben eine Einführung in die Ausstellung. 

Präsentiert werden Werke von Franca Bartholomäi, Anke Feuchtenberger, Sabine Hornig, Franka Hörnschemeyer, Barbara Klemm, Carina Linge, Nikola Röthemeyer, Cornelia Schleime, Katharine Sieverding, Brigitte Waldach (alle Deutschland), Ulla von Brandenburg (Deutschland/Frankreich), Hilla Ben Ari und Zipora Rafaelov (beide Israel), Yevgenia Belorusets (Ukraine), Valérie Favre und Serpentina Hagner (beide Schweiz), Parastou Forouhar (Iran), Jenny Holzer (USA), Azade Köker (Türkei) und Sara Nabil (Afghanistan). Autorin und Zeichnerin der Graphic Novel „Kurze Entstehungsgeschichte einer Selbstverständlichkeit. 100 Jahre Frauen-Wahlrecht in Deutschland“ ist die Schweizerin Serpentina Hagner.

Unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema

Der Bundestag gedenkt am selben Tag in einer eigenen Feierstunde der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren. Am 19. Januar 1919 fand mit der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung die erste Wahl statt, bei der Frauen in Deutschland aktives und passives Wahlrecht besaßen. Grundlage für diese Änderung des bislang Männern vorbehaltenen Rechts war das Reichswahlgesetz vom 30. November 1918, das das seit 1848 in Preußen geltende Dreiklassenwahlrecht ersetzte. Bei der ersten deutschen Wahl kandidierten 310 Frauen, 37 von ihnen erhielten ein Abgeordnetenmandat. 

Für den Kunstbeirat des Bundestages war der 100. Jahrestag Anlass, 19 zeitgenössische Künstlerinnen um ein Statement zum Thema zu bitten. Die so entstandenen Arbeiten zeigen unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema.

Interessierte Besucher können die Werke am 23. Januar, 6. und 27. Februar und am 6. und 27. März 2019 jeweils um 14 Uhr nach vorheriger Anmeldung in Sonderführungen besuchen. Dazu kann man sich per E-Mail unter kunst-raum@bundestag.de anmelden. (vom/14.01.2019)

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