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RENEGADE-Voralarm für Atomkraftwerke

Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/Antwort - 20.04.2017 (hib 253/2017)

Berlin: (hib/SCR) Seit 2010 ist in insgesamt sechs Fällen ein sogenannter RENEGADE-Voralarm für Atomkraftwerke ausgelöst worden. Dabei handelt es sich um Vorkommnisse, bei denen der Verdacht besteht, "dass ein ziviles Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe verwendet und zum gezielten Absturz gebracht werden soll". In diesen Fällen werden Atomkraftwerke informiert, um anlagenspezifisch reagieren zu können. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11957) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/11705) hervor.

Hintergrund der Anfrage war ein RENEGADE-Voralarm am 10. März 2017. Zu einem Flugzeug des Typs Boeing 787-800 auf dem Weg von Indien nach Großbritannien war nach Darstellung der Bundesregierung vor Einflug in den deutschen Luftraum insgesamt 60 Minuten kein Funkkontakt zur jeweiligen Flugsicherung vorhanden. Als Grund sei eine "falsche Frequenzeinwahl" gemeldet worden, schreibt die Bundesregierung.