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Presse

Ziele des Erasmus -Programms

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antwort - 12.03.2019 (hib 259/2019)

Berlin: (hib/ROL) Die Mittelzuteilung für das zukünftige Programm Erasmus+ ist Teil der noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union (EU) für die Jahre 2021 bis 2027. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/8102) auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/7338).

Erasmus+ fördere auf europäischer Ebene Aktivitäten, die dazu beitragen, die im Rahmen des Bologna-Prozesses von den EU-Hochschulministern beschlossenen Reformen umzusetzen und die Internationalisierung der nationalen Hochschulsysteme voranzutreiben. Auf europäischer Ebene soll das laufende Programm Erasmus+ (2014 bis 2020) einen Beitrag zur Umsetzung der Strategie Europa 2020 für Wachstum, Beschäftigung, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion leisten. Dementsprechend seien die politischen Prioritäten des Programms unter anderem an den Zielen von ET2020, dem strategischen Rahmen der EU für allgemeine und berufliche Bildung, und der EU-Jugendstrategie, ausgerichtet, schreibt die Bundesregierung.

Konkrete Ziele von Erasmus+ seien die Reduzierung der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit, die Förderung der Erwachsenenbildung - vor allem für neue und auf dem Arbeitsmarkt benötigte Kompetenzen - die Motivation junger Menschen zur Teilhabe am demokratischen Leben in der EU, die Förderung von Innovation, Kooperation und Reform, die Senkung der Zahl der frühen Schulabgänger, die Förderung der Zusammenarbeit und Mobilität im Austausch mit Partnerländern der EU. Darüber hinaus stehe Erasmus+ mit dem Ziel der Bundesregierung in Einklang, die europäische Mobilität in Schule, beruflicher Bildung und Hochschule zu stärken.

Die Bundesregierung betont, dass die europäische Mobilität von Studenten ein wichtiger Schritt in Richtung eines europäischen Bildungsraums ist. Austausch und Zusammenarbeit trügen zur Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems bei und würden so das Profil Deutschlands als exzellenten Wissenschaftsstandort stärken. Lernaufenthalte im Ausland würden junge Menschen auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereiten. Ihre fachlichen, sprachlichen und sozialen Kompetenzen würden ausgebaut werden und ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöht werden. Die Mobilitätsprogramme der EU würden die für den internationalen Arbeitsmarkt geforderten Schüsselkompetenzen stärken und die Bereitschaft junger Menschen erhöhen, eine Arbeitsaufnahme in einem anderen europäischen Land in Betracht zu ziehen. All das trage zur Fachkräftesicherung und letztlich zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas in der Welt bei. Die Bedeutung von Studienaufenthalten und Praktika im Ausland für den erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt belegten unter anderem die vom DAAD in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft zu diesem Thema durchgeführte Erhebung "Hochschulabsolventen mit Auslandserfahrung auf dem deutschen Arbeitsmarkt" von 2015.