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Presse

Wirtschaftliche Nutzung des Weltraums

Wirtschaft und Energie/Antwort - 13.09.2019 (hib 1009/2019)

Berlin: (hib/FNO) Noch in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode möchte die Bundesregierung einen Entwurf für ein Weltraumgesetz vorstellen. Eine Diskussion mit den Verbänden, der Industrie und dem Fachpublikum über die Eckpunkte des Gesetzes soll im Laufe des Jahres 2019 angestoßen werden. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/12385) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/11748) mit. Hintergrund ist die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt, zudem hat Luxemburg als erstes europäisches Land ein Gesetz zur Nutzung von Weltraumressourcen verabschiedet. Nach Ansicht der Bundesregierung müssen die nationalen Weltraumgesetze allerdings mit den bereits bestehenden internationalen Regimen konform sein.

Weder die deutsche Raumfahrt noch die Europäische Weltraumorganisation setzen einen Schwerpunkt auf Projekte zur Ressourcenförderung im Weltraum. Lediglich das von 2015-2017 geförderte Projekt REGOLIGHT, das Mondgestein für 3D-Druckverfahren nutzbar machen will, passe in diese Kategorie. Ein weiteres Forschungsprogramm zur Nutzung von Mondressourcen werde derzeit vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bewilligt. Ziel sei die Gewinnung von Sauerstoff, Wasserstoff und Metall-Oxiden aus Mondstaub. Laut Bundesregierung ist der Mond mittel- und langfristig die einzige Möglichkeit Ressourcen im All zu gewinnen. Aktuell sei eine wirtschaftlich lohnende Erschließung des Weltraums nicht möglich.