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Presse

Mit 3,69 Tonnen Gold Münzen geprägt

Finanzen/Antwort - 31.03.2020 (hib 345/2020)

Berlin: (hib/HLE) Für die Herstellung deutscher Euro-Goldmünzen wurden im Jahr 2019 rund 3,69 Tonnen Gold benötigt. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/18049) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/17469) mitteilt, wurde das Gold für die drei im Jahr 2019 geprägten Goldmünzen im Nennwert von 20 Euro, 50 Euro und 100 Euro von der Deutschen Bundesbank erworben. Eine Herkunftskontrolle sei nicht erfolgt.

Wie die Bundesregierung in der Antwort bestätigt, hat die damalige Verkaufsstelle für Sammlermünzen (heute Münze Deutschland) im vergangenen Jahr eine 100-Euro-Goldmünze zu einem Preis unter dem Materialwert angeboten. Der Preis der Münze sei im Februar nach dem Goldkauf festgesetzt worden. 2019 sei der zeitliche Abstand bis zum Ende der Bestellfrist im August sehr groß gewesen. In dieser Zeit sei der Materialwert des in der Münze enthaltenen Goldes über den Verkaufspreis gestiegen. 2020 laufe die Bestellfrist bereits im Mai ab. Der zeitliche Abstand zwischen Preisfestsetzung und Bestellfrist sei also wesentlich kürzer, wodurch das Risiko einer erneuten Steigerung des Materialwertes über den Münzpreis hinaus schrumpfe. Da der Preis der 100-Euro-Goldmünze 2019 die konkret aufgewendeten Materialkosten vollständig eingeschlossen habe, seien negative Auswirkungen auf den Bundeshaushalt ausgeschlossen: Eine höhere Nachfrage führe deshalb immer auch zu höheren Einnahmen, erläutert die Regierung.

Nach Angaben der Bundesregierung wurden im Zeitraum zwischen 2010 und 2019 zwischen sieben und zehn Sammlermünzen pro Jahr mit zum Teil unterschiedlichen Nennwerten herausgegeben. Die Zahl der Privatkunden der früheren Verkaufsstelle für Sammlermünzen und heutigen Münze Deutschland ist seit 2010 von 209.274 auf 154.218 gesunken.