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Presse

Brandanschlag vor 50 Jahren unaufgeklärt

Inneres und Heimat/Antwort - 22.05.2020 (hib 524/2020)

Berlin: (hib/PK) Nach dem Brandanschlag auf ein jüdisches Altenheim in München vor 50 Jahren sind auch linksextreme Gruppierungen ins Visier der Ermittler geraten. Nach der Übernahme des Verfahrens durch den Generalbundesanwalt sei ein Zusammenhang zu den linksextremistischen "Tupamaros München" und der linksradikalen Gruppierung "Aktion Südfront München" Gegenstand der Ermittlungen gewesen, heißt es in der Antwort (19/19177) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/17536) der Linksfraktion.

Der Zusammenhang konnte den Angaben zufolge letztlich nicht aufgeklärt werden. Der Generalbundesanwalt ermittelte damals in alle Richtungen gegen Unbekannt. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, könnten zugunsten der Opfer und Hinterbliebenen des Anschlags Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) bestehen. Allerdings gälten dafür besondere Voraussetzungen.

Derzeit werde die Alte Synagoge in der Reichenbachstraße in München, die in der Nähe des Tatorts liege, saniert. Die für September 2021 geplante Eröffnung solle von einer Ausstellung zur Geschichte der Synagoge begleitet werden. Außerdem solle dort an den Brandanschlag erinnert werden. Bei dem Anschlag starben damals sieben Bewohner.