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Presse

14. Juni 2021

Der Bundestag erinnert an die 10. Volkskammer der DDR und erweitert die Ausstellung zur Berliner Mauer um eine ständige Ausstellung mit Fotografien von Barbara Klemm

Zeit: Donnerstag, 17. Juni 2021
Ort: Verbindungstunnel zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Jakob-Kaiser-Haus

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls wurde der oberirdische Verlauf der Berliner Mauer im Verbindungstunnel zwischen Reichstagsgebäude und Jakob-Kaiser-Haus durch eine Stahl-Installation gekennzeichnet und am 8. November 2019 von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki der Öffentlichkeit übergeben.

Frei gewählte Abgeordnete – die letzte Volkskammer der DDR

Diese Installation wird nunmehr ergänzt durch eine Dokumentation zur ersten und letzten freien Volkskammer der DDR von 1990 und ihrer 400 Abgeordneten, die in unermüdlicher parlamentarischer Arbeit die DDR demokratisierten und die Wiedervereinigung letztlich beschlossen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zollte den Leistungen der Volkskammer-Abgeordneten großen Respekt: „Sie haben die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einheit unseres Landes geschaffen.“ Die Abgeordneten hätten die Aufgabe übernommen, „die Gegenwart zu gestalten, die Vergangenheit zu bewältigen und die Weichen für die Zukunft zu stellen“, und damit Geschichte geschrieben.

Ein Medienterminal stellt von nun an ausführliche Informationen zu den Abgeordneten, Filmdokumentationen und Protokolle aller Plenarsitzungen der Volkskammer und zahlreiches zusätzliches Material bereit. Besuchern wird zudem eine kostenfreie Broschüre mit ausführlichem Text- und Bildmaterial zur 10. Volkskammer zur Verfügung gestellt.

„Wie das Wunder geschah“ – Fotografien von Barbara Klemm

Eine Folge von sieben Fotografien der bekannten Fotografin Barbara Klemm veranschaulicht unter dem Titel „Wie das Wunder geschah“ die Geschichte der Berliner Mauer bis zu ihrer Öffnung.

Barbara Klemm (geb. 1939 in Münster, Westfalen) begleitete als Redaktionsfotografin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ von 1970 bis 2004 das politische und kulturelle Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland: Allein anhand ihrer Fotos lässt sich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland jener Jahrzehnte nacherleben.

Das gilt insbesondere für ihre Bilder von der Berliner Mauer, in deren Mittelpunkt immer wieder das Reichstagsgebäude steht. Wie in einer Bilderzählung kann der Betrachter mit Hilfe dieser zu Bild-Ikonen gewordenen Fotografien die Geschichte der Berliner Mauer verfolgen – von der bedrückenden Zeit, in der Grenzanlagen den Osten der Stadt abschotteten, bis zu den Jubelfeiern nach der Öffnung des Brandenburger Tores und der Vereinigung Deutschlands.