Die Projektgruppe 1 untersuchte den Beitrag Deutschlands zur Sicherheit und Stabilisierung in Afghanistan. Ausgehend von den terroristischen Anschlägen vom 11. September 2001 und der anschließenden US-geführten Invasion befasste sich die Abgeordneten und Sachverständigen mit dem Verlauf des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus und gegen die Taliban, die den Terroristen in Afghanistan Unterschlupf gewährt hatten. Gefragt wurde, ob die Bundeswehr für den Antiterror- und den Stabilisierungseinsatz ausreichend vorbereitet und ausgestattet war und wie angemessen die Bundesregierung auf Mängel reagierte.
Es ist Aufgabe des Militärs, die Lage zu stabilisieren und ein sicheres Umfeld zu schaffen, was dann weitere, insbesondere entwicklungspolitische Maßnahmen sowie den Aufbau von staatlichen Institutionen zulässt. Von großer Bedeutung war deshalb die Unterstützung der afghanischen Sicherheits- und Streitkräfte. Da sich Deutschland besonders beim Aufbau der Polizei engagiert und auch die Armee ausgebildet und beraten hat, werden die Ergebnisse dieser Bemühungen untersucht.
Ein weiteres Thema war die Beteiligung des Deutschen Bundestages, der den Einsätzen der Bundeswehr zustimmen musste. Die Projektgruppe versuchte zu klären, ob die Bundesregierung über den Einsatz ausreichend informiert und wie umfassend der Bundestag seiner Kontrollfunktion nachgekommen ist.
Die Arbeit der Projektgruppe wurde im Jahr 2023 beendet.
Die Arbeitsergebnisse der Projektgruppen sind in den Zwischenbericht eingeflossen 20/10400(Dokument, öffnet ein neues Fenster)