+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Probleme mit neuer Gesundheitskarte

Ausschuss für Gesundheit - 02.07.2014 (hib 352/2014)

Berlin: (hib/PK) Die neue Elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird noch immer nicht von allen Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) genutzt. Rund sechs bis acht Prozent der Versicherten hätten nach wie vor ihre alte Gesundheitskarte, teilweise mit langer Gültigkeitsdauer bis 2020, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages.

Gleichwohl sei der „Rollout“ der E-Card in vollem Gange, aber noch nicht vollständig abgeschlossen, sondern bei einem Status zwischen 91 und 93 Prozent. Viele Versicherte hätten immer noch keine neue Karte beantragt oder kein Foto eingeschickt. Manche schickten sogar irgendwelche Fantasiefotos ein, die dann nicht verwendet werden könnten. Ungeachtet der Probleme solle Anfang 2015 die Einführung der Karte komplett umgesetzt sein. Problematisch könnte es nochmals werden, wenn im Herbst Patienten mit alter, aber gültiger Karte kämen und damit nicht mehr abgerechnet werden könnten, sagte Gassen. Immerhin seien im 4. Quartal 2013 noch 19 Millionen Behandlungsfälle mit der alten Karte registriert worden.

Daher werde gerade eine Kompromisslösung erarbeitet. Geplant sei, für das letzte Quartal 2014 eine Übergangsregelung für die alten Karten zu finden und die Versicherten seitens der Ärzte und Kassen nochmals auf die Notwendigkeit der neuen Karte hinzuweisen, sodass dann am Ende des Jahres „wirklich Schluss“ sei mit der alten Karte.

Ungelöst sind aus Sicht der KBV noch immer bestimmte technische Fragen, wie Gassen sagte. So müsse es für die neuen Karten künftig regelmäßig Sicherheits- und Software-Updates geben. Das könne nicht über die Arztpraxen laufen, und für die Kassen wäre ein regelmäßiger Einzug der Karten sicher mit erheblichen Kosten verbunden. Noch sei unklar, welche Lösungen die Industrie dafür präsentieren werde. Jedenfalls benötigten die neuen Karten eine beständige technische Aktualisierung.

Die E-Card soll dazu beitragen, Qualität, Effizienz und Sicherheit im Gesundheitswesen zu erhöhen. Sie enthält einen Mikroprozessor, der weit leistungsfähiger ist als der bisherige Chip in den alten Karten. Auf der Vorderseite der eGK ist ein Bild des Versicherten aufgebracht, um Missbrauch zu verhindern. An den Schutz der gespeicherten medizinischen Daten werden höchste Sicherheitsanforderungen gestellt. Die Karte soll unter anderem zeigen, welche Medikamente ein Patient bekommt oder bekommen hat.