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Deutscher Bundestag - Archiv

Lage der Ausländer in Deutschland

Inneres/Unterrichtung - 05.11.2014 (hib 561/2014)

Berlin: (hib/STO) Jede fünfte Person in Deutschland weist einen Migrationshintergrund auf. Dies geht aus dem als Unterrichtung (18/3015) durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), vorliegenden „Zehnten Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ hervor. Danach beziffert der Mikrozensus 2012 die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund auf 16,3 Millionen und damit auf 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund sind dem Bericht zufolge nach Deutschland eingewandert und ein Drittel hierzulande geboren.

Wie es in der Vorlage weiter heißt, liegt die Armutsgefährdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund nach dem Mikrozensus 2012 mit 26,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (12,3 Prozent). Als armutsgefährdet gelte in der Bundesrepublik, dessen verfügbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt.

Der Bildungsstand hat den Angaben zufolge kaum Auswirkungen auf die Armutsgefährdungsquote. Der Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund werde auch mit einer höheren Bildung nicht geringer. Die Armutsgefährdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund bleibe auch dann hoch, wenn sie Abitur haben. Die Quote liege mit 20,1 Prozent mehr als doppelt so hoch als bei Personen ohne Migrationshintergrund und Abitur, bei denen der Wert 8,9 Prozent betrage.

Auffallend ist laut Vorlage, dass über alle Alterskohorten hinweg die Armutsgefährdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund und Abitur (20,1 Prozent) deutlich höher sei als bei Personen ohne Migrationshintergrund und Hauptschulabschluss (14,9 Prozent). Das „auffallend hohe Ungleichgewicht“ sei mitunter auf den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie den Unterschieden in den Einkommen zurückzuführen. Menschen mit Migrationshintergrund seien fast doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen ohne Migrationshintergrund.