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Deutscher Bundestag - Archiv

Keine Sanktionen nach Antidopingberichten

Sportausschuss - 17.12.2014 (hib 655/2014)

Berlin: (hib/HAU) Bei der Überprüfung der Umsetzung des nationalen Anti-Doping-Codes ist es bei sämtlichen 54 bundesgeförderten Sportverbänden zu keinerlei sanktionierenden Beanstandungen gekommen. Das sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), am Mittwoch vor dem Sportausschuss anlässlich der Vorstellung der Antidopingberichte für die Jahre 2012 und 2013. Im Jahr 2012 habe es bei 23 Verbänden geringfügige Beanstandungen gegeben, die jedoch keine zuwendungsrechtlichen Konsequenzen gehabt hätten. 2013 sei dies nur noch bei vier Verbänden der Fall gewesen, sagte Schröder, der von einem „sehr erfreulichen Ergebnis“ sprach. „Die Verbände betreiben eine ernsthafte und gezielte Dopingbekämpfung“, urteilte der Staatssekretär.

Die Antidopingberichte beruhten auf Selbstauskünften der Sportverbände, sagte Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping Agentur (Nada). Alle 67 Mitgliedsverbände im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hätten der Nada fristgerecht die Erhebungsbögen zur Verfügung gestellt, sagte sie. Positiv zu bewerten sei, dass die Verbände der Rolle des Anti-Doping-Beauftragten eine hohe Bedeutung beimessen. Ebenso hätten fast alle Verbände Präventionsmaßnahmen stattfinden lassen. Diese hätten sich zuallererst an die Spitzenathleten gerichtet. Künftig, so Gotzmann, solle darauf hingewirkt werden, dass auch vermehrt sportmedizinisches Personal sowie die Eltern junger Sportler von den Präventionsmaßnahmen erfasst würden.

Weniger positiv verlief aus Sicht der Nada-Chefin die Entwicklung bei den Doping-Kontrollen. Lediglich 20 Prozent (2012) beziehungsweise 24 Prozent (2013) der Wettkampfkontrollen hätten die Verbände der Nada übertragen. Mit großem Optimismus sehe man daher dem Nada-Code 2015 entgegen, so Gotzmann. Darin sei geregelt, dass ab 2015 alle Wettkampfkontrollen durch die Nada organisiert und durchgeführt werden.

Was die Implementierung des neuen Nada-Codes angeht, so böten die Nada selbst aber auch der DOSB den Verbänden verschiedenste Hilfen an, sagte DOSB-Vertreter Olav Spahl. Es gebe derzeit aber keine direkten Anfragen der Verbände zu Problemstellung bei der Implementierung, sagte er.

Es sei positiv zu bewerten, dass schon jetzt mehr als die Hälfte der Verbände bereits Vereinbarungen mit der Nada entsprechend dem Nada-Code 2015 geschlossen hätten, sagte Nada-Justiziar Lars Mortsiefer. Mit Widerständen seitens der Sportverbände ist aus seiner Sicht nicht zu rechnen. Man sei guter Dinge, dass die Regelung zügig umgesetzt werde.

Die Nada-Vorstandsvorsitzende verteidigte vor den Abgeordneten während der Sitzung auch die geplante Zusammenarbeit mit der schwedischen Doping-Kontrollfirma IDTM, die zuletzt im Rahmen einer ARD-Dokumentation über Doping in Russland in die Kritik geraten war. Eine russische Kontrolleurin der Firma hatte nach ARD-Informationen einer Athletin eine Kontrolle angekündigt, obwohl diese unangekündigt erfolgen müssen. Wenn man - wie die Nada - im kommenden Jahr 13.000 bis 15.000 Kontrollen vornehmen wolle, sei man auf externe Unternehmen angewiesen, sagte Gotzmann. IDTM habe sich - wie auch die Firma PWC - nach einem Ausschreibungsverfahren, bei dem der Preis zu 70 Prozent und die Qualität zu 30 Prozent gewichtet worden seien, durchgesetzt. Vertreter von IDTM hätten zudem überzeugend dargestellt, wie ein solches Fehlverhalten künftig verhindert werden könne.