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Deutscher Bundestag - Archiv

Datenschutz wird immer wichtiger

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Unterrichtung - 18.03.2015 (hib 145/2015)

Berlin: (hib/ROL) Mit dem „Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit. Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 - 2020“ macht die Bundesregierung in ihrer Unterrichtung (18/4304) deutlich, dass IT-Sicherheit auch zukünftig einen ganz hohen Stellenwert haben wird.

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) würden alle Bereiche unserer Gesellschaft durchdringen. Ohne IKT gäbe es keine modernen Krankenhäuser, keine zuverlässige Wasser- und Stromversorgung, kein zeitgemäßes Bankensystem, keinen wettbewerbsfähigen Automobil- oder Maschinenbau und erst recht keine Industrie 4.0. Der alltägliche Gebrauch von Smartphones, Tablets und vernetzten Fernsehern sei für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit.

Umso wichtiger sei es, sich jederzeit auf sichere IKT verlassen zu können, die stabil funktioniert und IT-Angriffen standhält. Durch zunehmende Digitalisierung und Vernetzung seien heute lebenswichtige Infrastrukturen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens verletzbarer denn je. Allein die Deutsche Telekom registriere täglich bis zu einer Million Angriffe auf ihr Netz. Unternehmen und Staaten seien einer wachsenden Gefahr durch Cyberattacken ausgesetzt. Wenn beispielsweise nach einem Hacker-Angriff die Stromversorgung flächendeckend ausfalle, seien auch Verkehrsleitsysteme, Krankenhäuser, Logistikketten oder die Wasserversorgung massiv betroffen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachte jeden Tag fünf gezielte Spionageangriffe auf die Bundesverwaltung. Rund 30.000 Zugriffsversuche aus dem Regierungsnetz auf Webseiten, würden jeden Monat verhindert werden. 2013 sei die weltweite Zahl der Angriffe auf die IT-Sicherheit von Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 42,8 Millionen gestiegen. Dies entspreche 117.330 Angriffen pro Tag. Allein die wirtschaftlichen Schäden seien für 2013 weltweit auf bis zu 575 Milliarden Dollar geschätzt.

Darüber hinaus seien Bürger auch in ihrem Privatleben betroffen. Beim Umgang mit ihren persönlichen Daten würden sie immer wieder in einen Zwiespalt geraten. Einerseits wollten und müssten sie Daten preisgeben, um Produkte und Dienste der Cyberwelt nutzen zu können. Dadurch entstünden aber andererseits immer umfassendere Profile, die miteinander vernetzt, gehandelt und ausgewertet werden können. Alleine Facebook habe über 1,3 Milliarden Nutzer. Sie würden alle 20 Minuten rund eine Million Links teilen und tauschten etwa drei Millionen Nachrichten aus. Facebook sammle dabei geschätzt etwa 500 Terabyte (TB) Daten täglich. Zum Vergleich: Die gesamte US-Library of Congress umfasse lediglich 20 TB. Da kaum jemand wisse, wie seine Daten mit anderen Informationen verbunden würden, wer sie nutzt und was weiter mit ihnen passiert, seien die meisten Bürger der Big-Data-Welt weitestgehend ausgeliefert und in ihrem informationellen Selbstbestimmungsrecht deutlich eingeschränkt.

Deshalb sind im Forschungsrahmenprogramm zehn Ziele und Leitlinien zusammengestellt worden, die sich unter anderem mit der Daseinsvorsorge und Vertrauen von IT-Sicherheit beschäftigen, mit dem Schutz der Privatsphäre und der Stärkung des Standortes Deutschlands, wie auch dem Betrieb kritischer Infrastrukturen.