+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Unterrichtung - 07.03.2016 (hib 139/2016)

Berlin: (hib/ROL) Die Mikroelektronik ist eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für Innovationen, ist Innovationstreiber für Wirtschaft und Gesellschaft. Kein Computer, kein Auto, keine Industrieproduktion, kein Personalausweis kommt ohne Mikroelektronik aus. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Unterrichtung (18/7729). Die Bundesregierung macht deutlich, dass mikroelektronische Systeme eine Grundvoraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Deutschland sind. Deshalb gelte es, spezifische Kompetenzen auch in Zukunft weiterzuentwickeln, um Innovationsvorsprünge in Deutschland zu sichern.

Die deutsche Wettbewerbssituation sei grundsätzlich gut. Sowohl die Mikroelektronikindustrie als auch ihre Anwenderbranchen profitierten heute von engen Innovationspartnerschaften, symbiotischen Wertschöpfungsketten und einer leistungsfähigen Forschungslandschaft in Deutschland und Europa. Zudem sei die deutsche Mikroelektronik überwiegend in starken regionalen Clustern organisiert, die wichtige Netzwerke innerhalb der Wertschöpfungskette aus Zulieferern und Abnehmern schaffen.

Eine besondere Rolle in der Halbleiterproduktion spiele dabei Sachsen: Ein großer Teil der in Europa gefertigten Chips komme inzwischen aus der Region um Dresden. Um den internationalen Markt wesentlich mitzugestalten, müsse Deutschland seine Kompetenzen in der Mikroelektronik gezielt weiterentwickeln. Es gelte, die vorhandenen Stärken nachhaltig auszubauen: Diese lägen bei komplexer Elektronik von hoher Qualität und Leistungsfähigkeit, die besonders im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele zum Einsatz kämen. Zudem müssten neue Potenziale erschlossen werden - beispielsweise bei energieeffizienter und zuverlässiger Elektronik und Sicherheitschips. Dies erfordere ein gemeinsames Vorgehen mit Wirtschaft und Wissenschaft, bei dem sich die Bundesregierung mit den Ländern und der Europäischen Union (EU) abstimmen müssten.

Die Verknüpfung der technologischen Kompetenz der Mikroelektronikindustrie mit der Systemkompetenz deutscher Anwenderbranchen sei einzigartig in Europa; diese Kooperation entlang von Wertschöpfungsketten solle weiter unterstützt werden. Auch die ausgezeichnete Forschungslandschaft, von der Grundlagenforschung bis hin zur anwendungsorientierten Forschung, soll weiter gestärkt werden. Sie sei Innovationstreiber und wichtiger Partner der Industrie.

Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Mikroelektronik seien international wettbewerbsfähige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. In Europa unterhalte die Elektronikindustrie über 200.000 direkte und mehr als eine Million von ihr abhängige Arbeitsplätze in der industriellen Wertschöpfungskette. Wegen ihrer großen Bedeutung auch für Dienstleistungen würden Innovationen und Wissen aus der Mikroelektronik indirekt mindestens 10 Prozent zum europäischen Bruttoinlandsprodukt beisteuern. Die Mikroelektronik sei eine Schlüsseltechnologie und wichtiger „Rohstoff“ für Industrie 4.0 und für die Umsetzung der Digitalen Agenda.