+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Kooperationen mit Indien ausbauen

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antrag - 09.06.2016 (hib 348/2016)

Berlin: (hib/ROL) Die Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen machen sich für den Ausbau der deutsch-indischen Wissenschaftskooperation stark. Indien investiere wie kaum ein anderes Schwellenland in Bildung und Forschung und werde mit seiner gut entwickelten und ausgebauten Forschungs- und Technologielandschaft auch in den kommenden Jahren ein entscheidender Motor der Globalisierung sein, heißt es in einem gemeinsamen Antrag (18/8708), der heute auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Ansiedlung deutscher Unternehmen in Indien zugenommen, während gleichzeitig immer mehr gut ausgebildete junge Inder nach Deutschland kommen würden. Von diesem gegenseitigen Austausch profitiere die deutsche Wirtschafts- und Forschungslandschaft bereits heute.

Zudem sei Indien als weltweit größte Demokratie ein verlässlicher Partner mit vielfältigen Potentialen zur Kooperation. Nicht zuletzt aus diesem Grund nehme die Notwendigkeit und das Interesse an deutsch-indischen Kooperationen, insbesondere im Bildungs- und Wissenschaftsbereich, stetig zu, schreiben die Abgeordneten.

Eine wichtige Säule der deutsch-indischen Zusammenarbeit sei dabei der Austausch von Studenten sowie jungen Wissenschaftlern. So habe sich der Anteil der indischen Studenten, die nach Deutschland kommen, von 3.431 im Jahr 2007 auf 11.860 Studierende im Jahr 2015 mehr als verdreifacht.

Deutschland unterstütze die Republik Indien dabei in dem Ziel, 400 Millionen Menschen bis zum Jahr 2022 beruflich zu qualifizieren. Bereits seit Ende 2014 setze sich das Bundesministerium für wirtschaftliches Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die technische Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) für die Modernisierung des indischen Berufsbildungswesens und die Integration dualer Elemente ein. Ein gemeinsames deutsch-indisches Projekt hierzu beginne Mitte 2016.

Die Fraktionen fordern die Bundesregierung auf, die Kooperationen mit Indien im Wissenschafts- und Forschungsbereich weiter zu vertiefen. Dazu gehöre unter anderem, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel die Initiative „A New Passage to India“ fortzuführen und dabei die deutsch-indischen Zentren wie das „Indo-German Centre for Sustainability“ am IIT Madras in Chennai weiter zu finanzieren sowie das erfolgreiche WISE-Programm („Working Internships in Science and Engineering“) für indische Bachelor-Studenten fortzusetzen und auszubauen. Bei der Programmgestaltung sollen zudem Kooperationen von Fachhochschulen mit indischen Partnern berücksichtigt werden. Des Weiteren soll der Aufbau des im Sommer 2015 gegründeten deutsch-indischen „M. S. Merian - R. Tagore International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences“ als deutsch-indisches Gemeinschaftsprojekt für ambitionierte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung vorangetrieben werden und die Themen Bildung und Forschung sollen bei den alle zwei Jahre stattfindenden deutsch-indischen Regierungskonsultationen eine wesentliche Rolle spielen.