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Deutscher Bundestag - Archiv

Deutsche mit weiterer Staatsbürgerschaft

Inneres/Antwort - 16.09.2016 (hib 520/2016)

Berlin: (hib/STO) Die Zahl deutscher Staatsangehöriger mit einer weiteren Staatsangehörigkeit ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/9554) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/9420). Wie die Bundesregierung darin schreibt, lebten nach den Ergebnissen des Zensus 2011 am 9. Mai 2011 in Deutschland 4,26 Millionen Deutsche mit einer zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigkeit. Laut Mikrozensus 2015 seien es dagegen nur 1,686 Millionen gewesen.

Zu den unterschiedlichen Ergebnissen von Zensus und Mikrozensus merkt die Regierung aus methodischer Sicht an, dass der Zensus alle zehn Jahre durchgeführt werde, wobei die Datenbasis für die Ermittlung der Einwohnerzahl und der demografischen Daten die Angaben aus den amtlichen deutschen Melderegistern seien. Es sei davon auszugehen, dass die Zahlen zu den Mehrstaatern im Zensus überhöht sind, weil beispielsweise Verluste ausländischer Staatsangehörigkeiten und der Zerfall ausländischer Staaten wie etwa der Sowjetunion in den Melderegistern „erst im Nachgang oder - mangels entsprechender Anzeigen der Betroffenen - gar nicht berücksichtigt werden können“.

Der Mikrozensus dagegen ist laut Regierung eine jährlich durchgeführte Haushaltsstichprobe, in der ein Prozent der deutschen Haushalte befragt wird. Die Ergebnisse basierten auf den Angaben der Befragten. „Dabei dürften die Zahlen für den Zensus aus den Melderegistern - trotz der oben beschriebenen Vorbehalte - näher an den tatsächlichen Zahlen liegen, als die auf der (nicht immer korrekten) Einschätzung der Betroffenen beruhenden Zahlen für den Mikrozensus aus den stichprobenartigen Befragungen“, heißt es in der Vorlage weiter.

Danach lebten laut Zensus 2011 - der auf Meldedaten beruht, die auch Angaben zu nicht mehr bestehenden Staaten enthalten - am 9. Mai 2011 in Deutschland gut 712.000 Menschen mit deutscher und russischer beziehungsweise sowjetischer Staatsangehörigkeit, fast 687.000 mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit, knapp 531.000 mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit und mehr als 479.000 mit deutscher und kasachischer Staatsangehörigkeit.