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Deutscher Bundestag - Archiv

Mautbedingte Verkehrsverlagerungen

Verkehr und digitale Infrastruktur/Unterrichtung - 08.12.2016 (hib 723/2016)

Berlin: (hib/HAU) Verlagerungen des Lkw-Verkehrs aufgrund von Mauterhebungen sind laut Bundesregierung nur in sehr geringem Maße zu beobachten. Das geht aus dem aktuellen „Bericht über Verkehrsverlagerungen auf das nachgeordnete Straßennetz in Folge der Einführung der Lkw-Maut“ hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (18/10567) vorgelegt hat. Danach stellen Mautausweichverkehre kein Flächenproblem dar, was den Ergebnissen der Berichte aus dem vergangenen Jahren entspräche. Vielmehr stelle sich die Verkehrsentwicklung des schweren Güterverkehrs auf den einzelnen Bundesstraßen insgesamt sehr unterschiedlich dar. Es seien sowohl Zunahmen als auch Abnahmen zu verzeichnen. Darüber hinaus stagniere die Verkehrsentwicklung aber an der Mehrheit der Zählstellen.

Was die mögliche Kostenersparnis angeht, so sind laut der Unterrichtung für 95,5 Prozent der Fahrten mit schweren Lkw die Routen über die Autobahnen auch unter Berücksichtigung der Maut kostengünstiger als Routen mit größeren Anteilen im nachgeordneten Netz. Für 4,5 Prozent der Fahrten würde ein Ausweichen auf das nachgeordnete Netz zu Kostenvorteilen von mindestens einem Euro pro Fahrt führen. Unterstelle man eine Verlagerungswirkung ab einer Kostenersparnis von fünf Euro träfe dies auf etwa ein Prozent der Fahrten zu. Lediglich bei 0,2 Prozent der Fahrten führten Ausweichreaktionen zu Kosteneinsparungen von mehr als 10 Euro pro Fahrt, heißt es in dem Bericht.

Laut der Unterrichtung zeigt ein Vergleich, der mit Hilfe der Modellrechnung für das Jahr 2014 berechneten Mautausweichverkehre mit den Berechnungsergebnissen für das Jahr 2011, dass auf 88 Prozent der Strecken des mautfreien Bundesstraßennetzes „keine wesentliche Änderung der Mautausweichverkehre zu verzeichnen ist“. An acht Prozent der Strecken sei der Mautausweichverkehr bedingt durch den reduzierten durchschnittlichen Mautsatz und die Bundesstraßenmaut sogar zurückgegangen, so dass nur bei vier Prozent eine mautbedingte Verkehrszunahme festzustellen gewesen sei.

Auch die zum 1. August 2012 eingeführte Bundesstraßenmaut auf etwa 1.100 km Bundesstraßen hat nach Regierungsangaben kaum zu signifikanten Verlagerungen geführt. An etwa 1,5 Prozent aller Bundes- und Landesstraßen sei der Mautausweichverkehr signifikant zurückgegangen und habe sich im Wesentlichen auf die Autobahnen zurückverlagert, heißt es.

Keinen nennenswerten Einfluss hat laut dem Bericht die Einführung und die Erhöhung der Lkw-Maut auf den Modal Split, also die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsträger, gehabt. „Die Maut hat nicht dazu geführt, dass Anteile von der Straße auf die Schiene verlagert wurden“, schreibt die Regierung.

Zusammenfassend gelangt sie zu der Feststellung, dass die auf die Bundesstraßen ausgewichenen mautpflichtigen Verkehre von 2011 bis 2014 in ihrer absoluten Höhe nahezu unverändert geblieben seien. Mautausweichverkehre seien dort zu beobachten, wo die Ausweichstrecken zu keinen Zeitverlusten führen.