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Deutscher Bundestag - Archiv

Koalition: Athleten in Mittelpunkt stellen

Sport/Antrag - 17.05.2017 (hib 319/2017)

Berlin: (hib/HAU) Die Athleten müssen in den Mittelpunkt aller Bestrebungen bei der Umsetzung der Reform des Leistungssports und der Spitzensportförderung gestellt werden. Diese Forderung erheben die Fraktionen von CDU/CSU und SPD in einem Antrag (18/12362), der am Donnerstag erstmals im Plenum des Bundestags beraten wird. In der Vorlage wird von der Bundesregierung außerdem gefordert, die Etablierung einer eigenständigen Athletenvertretung zu unterstützen und im weiteren Prozess deren Positionen bei der künftigen Entwicklung des Leistungssports zu berücksichtigen.

Die Abgeordneten thematisieren auch die „Duale Karriere“. Gemeinsam mit den Akteuren der Wirtschaft, den Handwerkskammern und den Bildungsträgern müssten weitere Möglichkeiten einer Entlastung der Athleten geprüft werden, um eine bessere Vereinbarkeit von (Aus-)Bildung und Beruf mit der Spitzensportkarriere zu erreichen. Prüfen soll die Bundesregierung nach den Vorstellungen der Koalitionsfraktionen, ob ein Konzept zur Alterssicherung für Athleten entwickelt werden könne, „mit dem die durch einen verspäteten Einstieg ins Berufsleben verbundenen Einbußen in der Alterssicherung bei Bedarf abgemildert werden“.

Was die angestrebte Konzentration der Bundes- und Olympiastützpunktstruktur angeht, so heißt es in der Vorlage, die Anerkennungsvoraussetzungen müssten an leistungsstarken Trainingsgruppen und sportartspezifisch optimalen Umfeldbedingungen ausgerichtet werden. Dabei müsse eine an den Kaderstrukturen und nachgewiesenen Bedarfen ausgerichtete Zahl an Trainerstellen sichergestellt werden.

Mit Blick auf den Anti-Doping Kampf wird die Bundesregierung aufgefordert, auf der Ebene der Weltsportministerkonferenz und des Europarates den internationalen Kampf gegen Doping im Sport voranzutreiben. Hinwirken solle sie zudem auf eine stärkere Unabhängigkeit, eine nachhaltige Finanzierung und ein stärkeres Sanktionspotenzial der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

In der Begründung zu ihrem Antrag verweisen die Fraktionen darauf, dass mit der Reform des Leistungssports und der Spitzensportförderung „keine totale Verengung auf Platzierungen“ verbunden sei. Auch Sportarten ohne aktuelle Erfolge könnten bei Vorliegen von Potential und Perspektive innerhalb des in der Konzeption determinierten achtjährigen Zeitraums weiter gefördert werden, heißt es in der Vorlage. Die Liste der Bewertungsattribute zeige zudem, dass beispielsweise die weitere Förderung einer Sportart „nicht allein von den prognostizierten Medaillenpotentialen abhängig gemacht wird, zumal künftige Erfolge nur bedingt vorauszusehen sind“. Ferner sehe das Konzept vor, die Ergebnisse zu den Förderkriterien objektiv zu erheben und im Einzelnen öffentlich darzulegen. Auch sollen den Planungen nach im Zweifel individuelle, auf einzelne Athleten zugeschnittene Förderentscheidungen möglich sein, wenn dies die Spezifik einer Disziplin oder Sportart erfordere.